Ein bisschen Liebe geht immer

In den letzten zwei Monaten habe ich mal wieder einige Liebesromane gelesen und dachte ich fasse für euch meine Leseeindrücke ein wenig zusammen. Im Herbst kuschle ich mich sehr gerne mit einem Buch und Tee auf dem Sofa ein. Zwischendurch eben auch gerne mit einem Liebesroman. Ein Hauptkriterium ist dabei für mich, dass ich das Buch einfach so weglesen kann. Außerdem muss die Chemie zwischen den Figuren stimmen.

Finding back to us von Bianca Iosivoni

Bianca Iosivoni gehört zu meinen deutschsprachigen Lieblingsautorinnen. Bei ihren Büchern kann ich mich in der Regel blind darauf verlassen, dass die Figuren toll ausgearbeitet sind und ich einfach ins Buch abtauchen kann. Finding back to us ist nun eine Neuauflage von Was auch immer geschieht. Die alte Version hatte ich bereits vor einiger Zeit als eBook gelesen. Ich kannte daher die Story schon. Ich lese Liebesromane selten ein zweites Mal. Bei den Büchern von Bianca Iosivoni ist das anders. Auch beim zweiten Lesen habe ich immer wieder Spaß. Die Bücher ihrer Firsts-Reihe habe ich fast alle mehr als einmal gelesen.
Ich hatte keine Ahnung, wie groß die Veränderungen in der Neuauflage sein würden. Aber auch hier bin ich gerne zu den Figuren zurückgekehrt. Ein wirklicher Wohlfühl-Schmöker.Weiterlesen„Ein bisschen Liebe geht immer“

Ursula Poznanski – Cryptos

Im Augenblick ist es wohl üblich Bücher darüber zu schreiben, wie das Leben auf der Welt in Zukunft ausschauen wird. Ursula Poznanski hat dabei eine Geschichte geschaffen, die angsteinflößend, aber auch clever und superspannend ist. Cryptos war für mich ein absolutes Highlight.

Ganz langsam erst puzzelt sich das Universum zusammen, das Frau Poznanski geschaffen hat. Die Welt wird von Umweltkatastrophen heimgesucht und geht im wahrsten Sinne des Wortes unter. Weil der Lebensraum viel zu klein für die Menschen ist, liegen sie alle in Kapseln und sind mit Kabeln in Virtuelle Welten eingebunden. Jana nicht. Jana erschafft solche Welten. Gemeinsam mit ihren Kollegen sitzt sie in einem Büro am Computer und gestaltet die Welten, in die andere Menschen abtauchen. Ihre Lieblingswelt ist Kerrybrook. Angelegt wie ein kleines irisches Dörfchen würde ich dorthin auch gerne mal ein Ticket ziehen. Idyllisch, gemütlich und alles ist so, wie es sein soll. Allerdings gibt es neuerdings unerklärliche Ausfälle der Spieler und als Jana selbst in das Spiel abtaucht, wird sie Zeuge eines Mords.
Während Jana nach den Fehlern sucht, merkt sie nicht, wie sie immer tiefer in einen Strudel von Ereignissen rutscht, den sie überhaupt nicht beeinflussen kann. Doch als der Verdacht auf sie selbst fällt, nimmt sie sich vor, die wahren Übeltäter zu finden und ihnen das Handwerk zu legen.Weiterlesen„Ursula Poznanski – Cryptos“

Wollt ihr mit mir ein Sachbuch lesen?

Hallo zusammen,

Wir haben doch alle unsere Lesemarotten und üblichen Verhaltensmuster. Auch wenn ich mich als vielinteressiert, weltoffen und selbstverständlich offen für neue Bücher bezeichnen würde, sieht meine Liste von gelesenen Büchern eigentlich immer gleich aus. Ähnlich auch die Wunschliste.

Auf der anderen Seite entdecke ich aber auch unheimlich gerne neue Sachen. Wenn ich mir mein Bücherregal im Vergleich zu vor drei oder vier Jahren ansehe, dann hat sich da einiges getan. Gerade die Struktur meines SuBs hat sich enorm gewandelt. Worauf ich eigentlich am meisten stolz bin: Ich sortiere schneller aus. Trotzdem gibt es da ein Eckchen in meinem Bücherregal, das mich mahnend anschaut, stetig wächst und beim Aussortieren nie beachtet wird: meine Sachbücher.

Romane kommen und gehen. Das lässt sich oft und gerne auch damit begründen, dass gerade in der Belletristik Themen kommen und gehen. Den Roman wollte man immer mal lesen, jetzt ist er schon zwei Jahre alt, die anderen Titel der Reihe wurden vielleicht auch viel schlechter besprochen – schon ist das Buch uninteressant, kann weg.
Bei Sachbüchern ist das, zumindest in meinem Regal, ein bisschen anders. Da ich mittlerweile einige Biografien, Bücher zu geschichtlichen oder naturwissenschaftlichen Themen angehäuft habe, kommen diese eigentlich nicht „aus der Mode“. Selten habe ich hier das Problem, dass mich das Thema nicht mehr interessiert, denn wenn ich mal ein Sachbuch kaufe, oder es mir explizit gewünscht habe, dann weil es langfristig für mich interessant ist.

Im Augenblick beschäftigt mich das sehr.

Deswegen die Frage: Wollt ihr mit mir ein Sachbuch lesen?Weiterlesen„Wollt ihr mit mir ein Sachbuch lesen?“

3 vom SuB – Das dicke Bücher Camp

Dieses Beitragsformat habe ich bei Steffi entdeckt und darf es in Rücksprache mit ihr auf meinem Blog nutzen <3

Hallo ihr Lieben,

Nächste Woche geht es los: Das dicke Bücher Camp von Marina. In den letzten beiden Jahren habe ich es immer nur am Rand mitbekommen, doch für dieses Jahr hatte ich es fest eingeplant. Ich lese ja eigentlich auch ganz gerne dicke Bücher. Trotzdem muss ich auch ehrlich sein, zu dick schreckt mich auch immer ein bisschen ab. Bei einem Fantasy Roman oder einem Krimi kann ich da vielleicht noch eher ein Auge zudrücken, ansonsten überlege ich mir einen Buchkauf mit zu vielen Seiten echt mehr als ein Mal.
Für 3 vom SuB hatte ich mir bereits vor zwei Wochen extra schon drei Bücher aus dem Regal ausgesucht. Meine Finale Auswahl habe ich dann aber heute doch noch spontan geändert und zwei Bücher wieder aus der Auswahl geschmissen. Warum?

Es war tatsächlich gar nicht so einfach Bücher mit mehr als 500 Seiten in meinem Regal zu finden, die ich noch nicht gelesen habe und die ich im Augenblick auch wirklich lesen möchte. Ich würde gerne zum Abschluss des Camps sagen können: Yeah, ich habe sie alle drei geschafft. Und wenn ich das Buch jetzt doch nur wegen der Seitenzahl ausgesucht habe, dann rückt dieses Ziel in unrealistische Ferne. Mit meinen drei Büchern bin ich jetzt aber sehr zufrieden und glaube an mich!

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Markus Thiele – Echo des Schweigens

Das Buch wurde mir von der Agentur Literaturtest als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung. Für den Beitrag habe ich kein Geld erhalten.
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Echo des Schweigens beruht auf dem Justizskandal um den Tod von Oury Jalloh. Vor ziemlich genau 15 Jahren kam der damals 37-jährige in einer Gewahrsamszelle der Dessauer Polizei ums Leben. Bevor ich auf das Buch aufmerksam wurde, war mir der Name Oury Jalloh kein Begriff. Das zeigt aber auch direkt, wie wichtig es war sich mit ihm und seinem Schicksal zu beschäftigen. Ich hatte mir von diesem Roman eine ganze Menge Input und Denkanstöße erhofft. Leider blieb am Ende der Lektüre nur die große Frage danach, was mir das Buch denn jetzt eigentlich sagen möchte.

Markus Thiele verwebt in Echo des Schweigens zwei auf wahren Tatsachen beruhende Handlungsstränge zu einem Roman. Grundsätzlich bin ich sehr angetan, wenn Autor*innen gut recherchieren und echte Schicksale in ihren Geschichten verarbeiten. In diesem Roman hat mir das Ergebnis aber leider nicht gefallen und ich möchte euch sehr gerne erklären warum.Weiterlesen„Markus Thiele – Echo des Schweigens“