Elisabeth Herrmann – Der Schneegänger

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Am Freitag, den 13.03.2015 machten wir Leipzig unsicher. Und wie ich bereits mehrfach erwähnt habe: Die Lesung mit Frau Herrmann war ganz großes Kino. 2013 habe ich sie zum ersten Mal live gehört. Auch damals schon war ich sehr begeistert und seither habe ich schon einige ihrer Bücher gelesen. Umso größer war die Freude, dass ich zur Leipziger Buchmesse die Chance bekam sie erneut zu treffen.

 

Wer schon mal auf einer Lesung mit Elisabeth Herrmann war, der weiß: Das Ganze ist eine One-Woman-Show. Und die macht sie wirklich toll. Am Freitag präsentierte sie uns “Der Schneegänger” ihren zweiten Krimi mit der ehemaligen Streifenpolizistin “Sanela Beara”, die mir auch in diesem Buch wieder sympathisch war und sich nicht unterkriegen lässt.
Der Abend bestand aber nicht bloß aus dem reinen Lesen aus dem Buch, das ich ja schon gelesen hatte. Eine lockere Einführung über ihre Bücher allgemein und die Arbeiten zur Verfilmung ihrer Bücher stimmte einen auf einen tollen Abend ein.
Elisabeth Herrmann hat ein Händchen dafür, welche Stellen sie am besten liest um auf das Buch neugierig zu machen. Da frage ich mich auch: Warum liest sie ihre Bücher nicht selbst als Hörbuchsprecherin ein? Eine Autorenlesung käme bei ihr auf jeden Fall sehr gut rüber!
Die Fragerunde nach der Lesung kam sehr gut beim Publikum an. Und Frau Herrmann plaudert offensichtlich auch sehr gerne aus dem Nähkästchen. Viele Fragen drehten sich auch um die Arbeit mit Jan Josef Liefers, der in den Verfilmungen um Herrmanns Anwalt Vernau die Hauptrolle spielt.
Nach meiner zweiten Lesung mit Frau Herrmann kann ich nur sagen: Gerne wieder. Die Frau ist einfach unglaublich sympathisch und menschlich.

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Da wir vor der Messe noch nicht 100% entschieden hatten, wo es überall hingeht, hatte ich leider mein Exemplar von Der Schneegänger nicht mit in Leipzig. In der Lehmanns Media Buchhandlung habe ich mir dann allerdings noch kurzentschlossen das Hörbuch Seefeuer gekauft. Wie auch das Hörbuch zu Schattengrund ebenfalls gelesen von Laura Maire. Das Hörbuch haben wir auf der Rückfahrt von der Messe begonnen und inzwischen zuende gehört.  Es hat uns sehr gut gefallen. Laura Maire liest großartig.

Lesungsbericht – Goetz Markgraf mit Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes

Am 28. Oktober verschlug es mich ins Rheinland zu einer Kinderbuchlesung von Goetz Markgrafs neuem Buch “Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes”. Das Buch ist der Auftakt einer Kinder- und Jugendbuch-Trilogie im Sci-Fi-Bereich. Vorab hatte ich das Buch bereits als eBook gelesen, das erste wohlgemerkt. Als ich mir den Tolino gekauft habe, war “Lukas” das erste Buch, das ich mir gekauft habe. Da ich das Buch also vorher schon gelesen hatte, bzw mir Teile auch vorgelesen wurden, war ich für die Lesung bestens gewappnet.

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Bereits vor der Lesung hatte ich schon mehrfach die Möglichkeit Goetz Markgraf persönlich zu treffen. Und mein bisherger sympathische Eindruck konnte während der Lesung nur noch bestättigt werden. Es ist einfach eine tolle Geschichte und der Autor hatte einfach ein Talent dafür sein junges Publikum für die Geschichte zu begeistern und in die gut 1-stündige Lesung mit einzubinden. Und auch das answesende Erwachsene Publikum hatte zwischendurch etwas zu lachen.
Als jemand der das Buch vorher schon gelesen hatte kann ich nur sagen: Die Textstellen waren perfekt ausgewählt um den Kindern das Buch Schmackhaft zu machen und Spannung aufzubauen, ohne zu viel zu veraten.

Im Anschluss an die sehr schöne Lesung konnte man das Buch natürlich auch noch kaufen und signieren lassen. Auch wenn ich bereits das eBook gekauft habe, gabs für mich an diesem Samstag noch zwei Mal einen Lukas. Zum einen weil ich den ersten Teil und die Folgebände dann sehr gern nebeneinander ins Bücherregal stellen möchte, zum anderen aber auch, weil ich ein Exemplar für euch gekauft habe. Im Anschluss an diesen Beitrag folgen noch eine Rezension und ein Interview mit Goetz Markgraf.

In der Schlange der Leute, die auf ihr Buch warteten bekam ich dann plötzlich ganz lange Ohren. Und ganz zum Schluss habe ich mich dann sogar getraut sie anzusprechen: Jordis Lank. Ein paar werden vielleicht ihre beiden Bücher Rauklands Sohn und Rauklands Blut kenne. Ich hab die Bücher bisher nur auf anderen Blogs verfolgen können, gelesen habe ich sie bisher aber nicht. Eine tolle Begegnung. Bis wir uns das nächste Mal sehn wenn ich Mal wieder dort in der Gegend bin, habe ich dann vielleicht auch den ersten Teil der Trilogie gelesen.

Zum Abschluss bleibt mir nur ein Herzlicher Dank an Goetz Markgraf für diesen tollen Nachmittag.

Lesung Klappe die Zweite
Elisabeth Herrmann – Das Dorf der Mörder

Mit meiner ersten Lesung zu Dan Browns “Inferno” hatten wir ja nicht gerade den völligen Volltreffer gelandet. Dementsprechend waren unsere Erwartungen an meine zweite Lesung zu Elisabeth HermannsDas Dorf der Mörder” gar nicht so riesig.

Der erste große Unterschied zu meiner ersten Lesung bestand in der Zuhörerzahl. Wir waren in keiner riesen Halle und es waren nicht hunderte von Zuhörern. Nein. Wir waren eine ganz kleine Gruppe. Vielleicht 30 oder 40 Leute. Es war gemütlich.
Ich kannte zuvor keine Bücher von der Autorin. Der Klapptext zum Buch sprach mich aber an und so habe ich beim Gewinnspiel mitgemacht und das Buch, sowie Karten zu der Lesung gewonnen. Und direkt nach den ersten Minuten war uns auch Frau Herrmann sehr sympathisch.
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Zunächst las sie uns eine knappe Stunde die unterschiedlichsten Szenen aus dem Buch vor und brachte uns die Charaktere näher. Das ganze lief ganz ohne Moderation und lief ganz von der Autorin selbst. Ich vermute dies ist auf ihre Erfahrungen als Journalisten zurückzuführen, aber sie meisterte den Abend sehr souverän und hinterließ einen sehr bleibenden positiven Eindruck. So ernst das Thema das Buches war und so grausam auch der Mord schien, trotzdem schaffte es Frau Hermann die Runde mehrfach zum Lachen zu bringen und uns mit Sicherheit auch für das Buch zu begeistern.
Die anschließende Fragerunde wurde vom Publikum zunächst sehr scheu, dann aber sehr lebhaft wahrgenommen und genutzt. Ich schreibe selber Geschichten. Daher war es mir sehr sympathisch, als Frau Hermann sagte, dass sie in aller erster Linie für sich selbst schreibt. Und das macht sie offenbar sehr gut. Sie sagte wenn sie ihr neues Buch zum ersten Mal gebunden in den Händen hält, dann wäre das ein Gefühl, als würde man ein Baby im Arm halten. Alle ihre Bücher wären ihre Babys. Da hat der Klapperstorch aber offenbar sehr viel zu tun. Zum Schluss verriet sie uns nämlich dass sie bereits an einem neuen Buch und einem Drehbuch arbeite.
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Zu meiner großen Freude wurde mein eigenes Exemplar des Buches dann auch am selben Abend von ihr signiert, mit persönlicher Widmung. Über meine Aussage, dass es mir bei ihrer Lesung besser gefallen hätte als bei Dan Brown freute sich Frau Hermann natürlich sehr. Insgesamt würde ich also sagen: Es war ein großartiger Abend mit einem großartigen Buch.
Das Dorf der Mörder habe ich übrigens bereits gestern beendet. Die Rezension folgt sehr bald. Es gibt auf jeden Fall 5 Punkte für dieses tolle Buch!

Meine Erste Lesung: Dan Brown – Inferno

Lesung aus dem Evangelium von – Äh nein… Es war ja nicht aus der Bibel, sondern aus Dan Browns neuem „Inferno“. Allerdings sind ja seine Werke oftmals irgendwie mit biblischen Elementen angehaucht und sein Charakter Professor Robert Langdon landet irgendwie oft in einen Fall mit der Kirche. Mr. Langdon ist im Vatikan kein sehr gern gesehener Gast, so drückte man sich gestern Abend aus.

 

Denn in Köln fand gestern Abend die einzige Lesung zum neuen Buch im deutschsprachigen Raum statt. Dan Brown ist sehr Medienscheu, deswegen handelt es sich bei der Lesetour zu Inferno auch um die erste Lesetour die er überhaupt bestreitet. Zu den ersten Büchern gab es das überhaupt nicht. Doch bei Inferno lag ihm eine solche Tour wohl doch am Herzen, wie er selbst sagte.

 

Durch den Abend begleitet wurde Mr. Brown von Margarete von Schwarzkopf, die alles moderierte und für die Nicht-Englisch betuchten Fragen und Antworten sehr oberflächlich übersetzte. Zudem war Gerd Köster anwesend, der uns ein paar Stellen aus der deutschen Übersetzung vorlas.Vormittags hatte ich sehr viel Zeit und hatte das Buch bereits zu 2/3 gelesen, daher waren die vorgelesenen Szenen für mich nichts neues, aber die Art wie sie vorgelesen wurden war natürlich noch mal etwas ganz was anderes. Köster verstand sich sehr gut darin den Figuren leben einzuhauchen!

Pünktlich um halb zehn ergriff Mr. Brown dann die Flucht. Kein großer Abschlussapplaus. Keine Signierstunde. Vorm Saal konnte man zwar signierte Exemplare des Inferno kaufen, mein Exemplar dass ich bereits mitgebracht hatte, musste ich allerdings wieder so mit nach Hause nehmen. Das fand ich etwas enttäuschend. Kann man wirklich so Menschenscheu sein?

Ich kann dem Buch aber zu Gute halten, dass es mir bis jetzt sehr gut gefällt. Während “Das verlorene Symbol” etwas aus der Reihe tanzte, scheint Brown mit “Inferno” wieder die richtige Spur für seine Bücher gefunden zu haben. Gute 100 bis 150 Seiten habe ich noch heute vor mir, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich das Buch heute noch beenden werden. Denn bis jetzt konnte es mich sehr gut fesseln.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch einent tollen Dienstag.