Ein bisschen Liebe geht immer

In den letzten zwei Monaten habe ich mal wieder einige Liebesromane gelesen und dachte ich fasse für euch meine Leseeindrücke ein wenig zusammen. Im Herbst kuschle ich mich sehr gerne mit einem Buch und Tee auf dem Sofa ein. Zwischendurch eben auch gerne mit einem Liebesroman. Ein Hauptkriterium ist dabei für mich, dass ich das Buch einfach so weglesen kann. Außerdem muss die Chemie zwischen den Figuren stimmen.

Finding back to us von Bianca Iosivoni

Bianca Iosivoni gehört zu meinen deutschsprachigen Lieblingsautorinnen. Bei ihren Büchern kann ich mich in der Regel blind darauf verlassen, dass die Figuren toll ausgearbeitet sind und ich einfach ins Buch abtauchen kann. Finding back to us ist nun eine Neuauflage von Was auch immer geschieht. Die alte Version hatte ich bereits vor einiger Zeit als eBook gelesen. Ich kannte daher die Story schon. Ich lese Liebesromane selten ein zweites Mal. Bei den Büchern von Bianca Iosivoni ist das anders. Auch beim zweiten Lesen habe ich immer wieder Spaß. Die Bücher ihrer Firsts-Reihe habe ich fast alle mehr als einmal gelesen.
Ich hatte keine Ahnung, wie groß die Veränderungen in der Neuauflage sein würden. Aber auch hier bin ich gerne zu den Figuren zurückgekehrt. Ein wirklicher Wohlfühl-Schmöker.

Jede Minute mit dir/ Schenk mir deine Träume von Marie Force

Mittlerweile habe ich bereits fünf oder sechs Bände aus der Green Mountain Reihe von Marie Force gelesen und mag es die anderen Pärchen immer wieder zu treffen. Ihre Geschichten sind nicht abgeschlossen und werden so weitergeführt. Das ist mit ein Grund, warum ich so gerne Buchreihen lese: man begleitet als Leser die Figuren eine ganze Weile weiter.

In den Büchern reisen wir immer wieder nach Butler in Vermont, wo die Familie Abbott mit ihren 10 Kindern ein Familien Unternehmen leitet. Mir haben tatsächlich die ersten drei Bände am besten gefallen. Wenn ich ehrlich bin, waren die Geschichten dort am individuellsten und innovativer als die Nachfolger. Alle Bücher folgen dem gleichen Muster, bei Band Vier und Sieben hatte ich jetzt den Eindruck, dass es nur noch darum ging jedes Familienmitglied unter die Haube zu bekommen. Das war zwar von Anfang an das Ziel der Reihe, aber so langsam ist für mich die Luft ein wenig raus.
Was mich am meisten gestört hat, war die Tatsache, dass die Persönlichkeiten so langsam verwaschen. In den ersten Teilen standen die Figuren und ihre Geschichten mehr für sich. Sie waren weniger austauschbar. Ich hatte gerade bei Band Vier das Gefühl man hätte auch die Namen der Protagonisten austauschen können. Das fand ich Schade. Ansonsten kann man bei den Büchern aber auch immer zu irgendeinem Band greifen. Die Bände sind in sich abgeschlossen und sind wirklich schön für zwischendurch.

Northern Love von Julie Birkland

Als ich das Buch das erste Mal auf Instagram gesehen habe, wurde es beworben wie eine Art Redwood Love in Norwegen. Ich bin großer Fan der Redwood Love Reihe von Kelly Moran und war deshalb sehr davon überzeugt, dass Northern Love auch für mich etwas sein könnte. Ich habe also blind zugegriffen.

Auch wenn es sich in Northern Love nicht um Tierärzte handelt, sind die Parallelen nicht zu übersehen. Frau zieht für neuen Job mit Kind um und verliebt sich in den einen Arzt in der Praxis. Ich hätte darüber grundsätzlich hinweggesehen, wenn nicht auch die Kinder beide eine Art von Behinderung gehabt hätten und mich das Buch ansonsten von sich überzeugt hätte, aber das hat es leider nicht.
Für mich war die Geschichte zwar plausibel, aber überhaupt nicht rund. Ich bin öfter über die Formulierungen gestolpert, sodass für mich nicht dieses Weglese-Gefühl eingesetzt hat. Außerdem hat für mich die Chemie nicht gestimmt. Weder zwischen den Protagonisten, noch zwischen mir und dem Buch. Ich habe es deswegen nach 120 Seiten beiseite gelegt. Es kann einem nun mal nicht jedes Buch gefallen.

Prince of Passion von Emma Chase

Manche Bücher erfüllen jedes Klischee.  Ich hatte das Buch eine Weile auf meiner Merkliste, weil es im gleichen Imprint erschienen ist, wie Redwood Love, aber die Reihe von Emma Chase kann man wohl am ehesten mit Royal Passion von Geneva Lee vergleichen.

Prinz fährt nach New York, trifft auf Kellnerin und nimmt sie mit. Anfangs soll es nur Spaß sein, aber es wird dann doch die große Liebe. Zum Kopf abschalten war Prince of Passion ein gutes Buch. Ich gestehe aber, dass ich im letzten Drittel auch ein paar Seiten überflogen habe. Es war dann doch sehr vorhersehbar. Nur das Ende brachte noch ein ganz kleines bisschen frischen Wind in die Story.

Ich lese ab und an ganz gerne Storys mit fiktiven Royals, aber Emma Chase konnte mich leider nicht so sehr von sich überzeugen, so dass ich die anderen Bände nicht auch noch lesen möchte.

Heartstopper 1-3 von Alice Oseman

Die Graphic Novels von Alice Oseman waren Anfang September wirklich ein Highlight für mich. Mir waren die Bücher schon mehrfach aufgefallen und ich hatte online bereits ein paar Ausschnitte gelesen, deswegen wusste ich eigentlich vorher, dass mir die Geschichte gefallen würde.

Charlie ist bereits als schwul geoutet, als er zu Beginn des neuen Semesters neben Nick sitzen soll. Nick ist nett zu ihm und sendet für Charlie so viele unterschiedliche Signale aus, dass er gar nicht so genau weiß wie er es alles deuten soll. Und Nick ist überwältig von den Gefühlen, die er für Charlie entwickelt.

Ich mochte es sehr, wie sich die Liebesgeschichte so langsam entwickelt hat. Die Story spricht so viele wichtige Themen an z.B. das man sich keinen Stempel aufdrücken muss, wie man fühlt, oder dass es eben nicht nur ein Outing gibt. Diversität wird in diesen Büchern groß geschrieben.
Die Graphic Novels gibt es bis lang nicht auf Deutsch, aber ich habe sie eigentlich ohne Probleme lesen können. Ich freue mich auf Fortsetzungen!

 

Ich habe bereits neue Liebesgeschichten für mein Sofa ausgeguckt und freue mich die Tage sehr auf Redwood Dreams. Welche Liebesgeschichte könnt ihr mir denn für den Herbst empfehlen oder worauf freut ihr euch schon sehr?

Liebe Grüße
Eure Chrissi

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