Josh Malerman – Bird Box

Ich sehe was, das du nicht siehst – und es ist tödlich…
Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Alle Fenster sind zugenagelt oder verhangen. Noch nie haben die Kinder von Malorie das Tageslicht gesehen. Sie haben gelernt den Weg zum Brunnen mit verbundenen Augen blind zu finden und ihr Gehör ist einzigartig. Seit Jahren verstecken sich die Menschen, die die noch am Leben sind, in ihren Häusern. Denn dort draußen ist etwas, das jeden der außerhalb des Hauses die Augen öffnet, in den Wahnsinn reibt.

Meine Meinung

Mit seinem Debütroman Bird Box präsentiert Josh Malerman ein Werk, das in Sachen Spannung und Nervenkitzel seines gleichen sucht. Erst mal angefangen, liest sich das Buch sehr schnell, in einem Rutsch, weg. Wobei das Spannungsniveau sehr hoch gehalten und kaum abfallend ist.
Auf zwei Ebenen erfahren wir um die Ereignisse zur Zeit von Malories Schwangerschaft und ein paar Jahre später, wie sie mit ihren Kindern lebt.

Die beklemmende Situation ohne Tageslicht, ohne Wissen, was außerhalb des Hauses vorsichgeht, ist auf jeder Seite spürbar. Ich fand es absolut faszinierend, wie sich Malorie daran erinnert, wie sie in dieser Dunkelheit ihre Kinder großgezogen hat. Als wäre das nicht schon eine schwere Aufgabe gewesen, hat sie es sich zu ihrem Ziel gemacht ihre sehenden Kinder zu trainieren anstelle ihrer Augen ihre Ohren zu benutzen. Die beiden kleinen Kinder besitzen ein ausgezeichnetes Gehör.
Für uns als Sehende ist es doch eine sehr befremdliche Vorstellung von Geburt an, wie ein Tier, darauf dressiert zu werden unsere gut funktionierenden Augen geschlossen zu halten. Dieses Verhalten erscheint völlig surreal. Ich hab mich immer wieder gefragt, ob es nicht einfach so wäre, als würde man wie ein blinder Mensch aufwachsen.

Für mich war das Buch durchgehend eine spannende Angelegenheit, obwohl Handlungstechnisch auf den Gesamten 320 Seiten gar nicht so unfassbar viel passiert ist. Ein großes Lob an den Autor mich so lange bei Laune zu halten, ohne dass es langweilig wurde. Das Buch lebte zwar hauptsächlich von seiner Atmosphäre, dem ständigen Gefühl auf der nächsten Seite könnte was Schlimmes passieren. Aber das reichte völlig aus um eine spannende Geschichte zu füllen.

Fazit
Spannend bis zur letzten Seite konnte ich das Buch bald gar nicht aus der Hand legen. Insgesamt kann ich nur Abzüge für das Ende des Buches geben, denn ansonsten habe ich mich rundum unterhalten gefühlt.
Ab heute auf Netflix und auf jeden Fall auch sehr lesenswert.

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Das Buch habe ich zum erstmaligen Erscheinen auf Deutsch (2015 ) als Leseexemplar erhalten. Für die Rezension habe ich kein Geld erhalten.
Der nachfolgende Link führt zur Internetseite des Verlages.

Josh Malerman
Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel
Blanvalet

Kommentare

    • Chrissi

      Guten Abend Sandra,
      Mein Freund sagte auch, es hätte ein bisschen was von dieser Atmosphäre. Daran habe ich allerdings irgendwie gar nicht als erstes gedacht. Interessant wie unterschiedlich wir Sachen abspeichern.
      Mittlerweile habe ich auch den Film gesehen und er hat mir gut gefallen.

      Viele liebe Grüße
      Chrissi

  1. Hallo liebe Chrissi,
    BIRDBOX war für mich ein absolutes Lesehighlight und mittlerweile habe ich, lange Zeit nach dem Lesen, auch den Film gesehen. Normalerweise mag ich Buchverfilmungen nicht, aber hier war es wirklich sehr gut umgesetzt.
    Liebe Grüße und eine schöne Woche noch
    Kerstin

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