Mein erstes Halbjahr 2017 – Romane und Krimis

Hallo zusammen,

der Start ins Lesejahr war erst ein wenig durchwachsen. Ich hatte Anfang des Jahres plötzlich so viele Sachen im Kopf, war super aufgeregt. Da konnte ich mich wirklich nicht auf das Lesen konzentrieren. Dann plötzlich war aber wieder der Knoten geplatzt. Nachdem die ersten Wochen im neuen Job gelaufen waren, konnte ich meinen normalen Rhytmus wiederfinden. Ihr könnt euch vorstellen wie froh ich darüber war?

Im ersten Halbjahr habe ich bisher 38 Bücher gelesen. Der Juni ist noch nicht ganz vorbei, aber ich ziehe hiermit schon mal meine erste Bilanz und bin sehr zufrieden. Mein Jahresziel sind 80 Bücher, damit liege ich ganz gut im Rennen. Im September und Oktober lese ich ja gewöhlich eh ein wenig mehr. Es fühlt sich alles soweit ganz gut an.
Ich habe mir überlegt euch ein paar meiner Lieblingstitel noch mal mit ein paar Sätzen näher ans Herz zu legen. Zu allen kann ich euch leider keine Rezension nachliefern, das wäre mir einfach zu viel und es kommen ja auch schon wieder die nächsten tollen Titel.

Heute soll es dann hauptsächlich um nennenswerte Romane und Krimis gehen. Für Jugendromane und Fantasy Titel wird es nochmal zwei eigene Beiträge geben. Ich möchte eure Wunschliste ja nicht direkt so überfordern. Außerdem geht sonst vielleicht ein toller Titel unter. Das wäre doch schade.

 Hagebölling –  Der Brief

Marie bekommt einen Brief von ihrer Schulfreundin, die bedankt sich für ihren Besuch in Paris. Doch Marie war schon ewig nicht mehr in Paris. Und wohnen tut sie dort erst recht nicht. Ein bisschen mysteriös und spannend. Das war sehr vielversprechend. Am Anfang schien alles auf eine spannende Stalker-Story hinaus zu laufen. Ich fand die Entwicklung dann aber ein wenig zu abgedreht. Es wird wohl nicht mein Lieblingsbuch werden, aber wer eine verrückte, leichte und spannende Sommer-Lektüre sucht, der kann mit Der Brief ein tolles Buch bekommen.

Jonas Winner – Murder Park

Super, super spannend! Nach mehreren positiven Rezensionen direkt nach Erscheinen des Buches, musste ich Murder Park dann unbedingt selbst lesen. Ich habe ein bisschen gebraucht bis ich mich in die Story eingefunden habe. Die Interviews mit einzelnen Figuren zwischendurch fand ich klasse, aber sie haben den Lesefluss irgendwie unterbrochen. Bereits vor Seite 100 nahm die Story allerdings die erste Wendung wo ich dachte: Nicht wirklich oder? Ich bin aber am Ball geblieben. Das Buch als Gesamtpaket war unheimlich spannend. Auf Grund des Klappentextes hatte ich mir aber ein wenig mehr Horror a la Richard Laymon erhofft. Der rote Faden war zwar schlüssig, aber abgedreht und konnte mich dann doch nicht so ganz überzeugen. Es soll sich aber keiner abgehalten fühlen das Buch zu lesen, denn die Serienmörder-Story war echt super. Es ist nur immer Schade, wenn man mit anderen Erwartungen an ein Buch herangeht.

Daniel Cole – Ragdoll

Ihr sucht was blutiges? Ich glaube viel blutiger bekomme ich im Augenblick nicht hin. Ragdoll hatte eine bombastische Story. Ich liebe Geschichten mit Todeslisten, ein kauziger Ermittler mit Vorgeschichte muss ermitteln und das auch noch in London – britische Krimis sind mir sowieso immer am liebsten. Wie ihr seht war ich schon zu Beginn des Buches in positiv gesinnter Stimmung. Gefunden wurde eine Leichen Puppe. Die Leichenteile wurden zusammengenäht. Und die Puppe hängt im Hochhaus direkt gegenüber der Wohnung des Ermittlers. Auf die Auflösung wäre ich niemals gekommen. Es gab einen Showdown, ein bisschen wie bei Eene Mene von Arlidge. Sehr unerwartet. Ragdoll müsst ihr unbedingt lesen!

E.O. Chirovici – Das Buch der Spiegel

Dieser Roman war mal wieder etwas ganz anderes, aber ich kann ihn einfach nur jedem ans Herz legen. Ein Literaturagent liest den Beginn eines sehr spannenden Manuskripts, das den Vorabend eines unaufgeklärten Mordes von vor 20 Jahren behandelt. Der Autor war Student des damals ermordeten Professors. Das Manuskript endet an einer sehr spannenden Stelle, doch bevor der Literaturagent mit dem Autor sprechen kann, verstirbt dieser und das Manuskript bleibt verschwunden. Eine spannende Entdeckungsreise der Ereignisse von damals beginnt. Der Roman kommt mit zwei Händen von Figuren aus und ist trotzdem unheimlich vielschichtig. Auch wenn viel nacherzählt wird, fühlt man sich als Leser nah am Geschehen und will unbedingt wissen wie die vielen verschiedenen Wahrnehmungen zusammenpassen und was vor 20 Jahren geschehen ist. Denn irgendwie erinnern sich alle ein wenig anders.

 

Kennt ihr eine der Lektüren. Hattet ihr da ähnliche Eindrücke wie ich?
In den kommenden zwei Wochen stelle ich euch dann meine Begegnungen im Jugendbereich vor.
Haltet ihr das für eine gute Idee? Oder hättet ihr lieber alles zusammen gehabt?
Beste Grüße
eure Chrissi

 

Kommentare

  1. Das Buch der Spiegel habe ich gleich mal auf meine Wunschliste gepackt.
    Ragdoll steht schon hier und das Buch habe ich mir für meinen Münchenaufenthalt in den Koffer gepackt. Bin schon sehr gespannt darauf 😊
    Ein toller Rückblick und eine super Anzahl an gelesen Büchern! Respekt 😄
    Viel Spaß weiterhin!
    Liebe Grüße
    Charline

  2. Ohjaaaa “Ragdoll” hat mich auch begeistert – aber ebenfalls ein Buch das die Leserschaft spaltet. Ich freue mich auf ein weiteres Buch des Autors, finde aber schon das dieser Thriller ein Einzelband hätte bleiben können.
    “Murder Park” interessiert mich zwar, aber durch die durchwachsenen Rezensionen wird es erstmal auf der WuLi bleiben – da interessieren mich Bücher wie “Baby Doll” oder “Geständnisse” (welches ich dank Bloggerportal nun mein eigen nennen darf <3) doch mehr!

    Hab einen feinen Sonntag!

    • Chrissi

      Oh. Es kommt eine Fortsetzung. Da bin ich sehr gespannt, aber ich gebe dir vollkommen recht. Es hätte ein Einzeltitel bleiben dürfen!
      Ich kann dir auch guten Gewissens sagen: Lies was anderes als Murder Park 😉
      Beste Grüße

  3. Ich habe zum Jahresbeginn auch einen neuen Job nach der Elternzeit angefangen und mein Lesepensum hat dadurch schon ziemlich abgenommen. Ein paar Bücher sind aber trotzdem im ersten Halbjahr zusammengekommen.

    Murder Park klingt gut. Gab es dazu nicht diese Aktion, wo tatsächlich “Ermittler” auf einer Insel rumrennen durften?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *