Meine Lesehighlights 2019

Hallo zusammen,

Es geht los! Heute dürft ihr am Adventskalender euer erstes Türchen öffnen. Und wenn ihr noch Plätze auf eurer Wunschliste frei habt, dann möchte ich diese Lücken sehr gerne füllen. Ein paar Tage hat das Jahr noch. Bisher habe ich bereits 85 Bücher gelesen. Mein Jahresziel von 88 Büchern rückt tatsächlich in greifbare Nähe. Und wenn ihr erlaubt, dann möchte ich euch heute „kurz“ meine Jahreshighlights vorstellen. Als ich die Liste zusammengestellt habe, wurden es plötzlich immer mehr Bücher. Also dachte ich: Gut, du beschränkst dich auf die besten 10. Dann waren es insgesamt 11 und ich habe mich entschieden die Liste nicht zu kürzen und euch keins meiner diesjährigen Lieblingsbücher vorzuenthalten. Sollte ich in diesem Jahr bereits eine ausführliche Rezension zum jeweiligen Buch verfasst haben, gelangt ihr mit einem einfachen Klick auf Rezension direkt zum Beitrag.

Es ist eine gute Mischung geworden. Dass in diesem Jahr nur ein Krimi dabei ist, ist bemerkenswert, aber ich habe bereits im Laufe des Jahres selbst gemerkt, dass ich weniger Krimis gelesen habe als es für mich üblich ist.

Fangen wir also direkt mit dem Krimi an. Ich liebe Tana French. Bis jetzt konnte mich noch jedes ihrer Bücher überraschen. Auch Der dunkle Garten war für mich direkt zu Beginn des Jahres ein Highlight für mich. Die Geschichte mal wieder so toll verschachtelt und die Figuren waren wieder alle sehr facettenreich. Ein Versteckspiel, bei dem der Leser nicht wusste, wem er vertrauen kann. Selbst dem Ich-Erzähler konnte man nicht so über den Weg trauen.  Rezension

Spannend bleibt es bei den beiden Jugendbüchern, die mich in diesem Jahr besonders in ihrem Bann hatten. Als großer True Crime Fan, war mir Protagonistin Stevie aus Maureen Johnsons Ellingham Academy sofort sympathisch. In Stevie, ihrem Faible für Sherlock Holmes und Agatha Christie und ihren Eigenarten habe ich mich persönlich sofort wiedergefunden und somit auch direkt im Buch wohlgefühlt. Selten hat mich eine Protagonistin schon so begeistert. Ich freue mich so unheimlich auf die Fortsetzung.

Ebenfalls spannend und Suchtpotenzial hatte für mich Niemalswelt von Marisha Pessl. Wenn ein Buch mal einer Serie als Vorlage dienen sollte, dann Niemalswelt. Bee kehrt für die Semesterferien nach Hause zurück, auf einer Party trifft sie ihre alten Freunde wieder und noch immer steht die Frage um Jims Tod zwischen ihnen. Bei einem Unfall kommen sie ums Leben und geraten in eine Zeitschleife. In der sie jeden Abend darüber abstimmen müssen, wer von Ihnen am Leben bleibt. Dieses Buch habe ich quasi inhaliert und es steckt einfach noch so viel mehr Potenzial in der Geschichte und der Idee. Es ist ja eigentlich eine gute Sache zwischen den ganzen Buchserien mal einen Einzelband zu haben. Hier wünschte ich mir aber zur Abwechslung doch die Serie. Rezension

Mit Die Spiegelreisende Die Verlobten des Winters von Christelle Dabos bleiben wir phantastisch und tauchen in eine Welt ab, die mich ebenfalls nur verzaubert hat. Die Spiegelreisende war für mich ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Die Autorin hat eine unfassbar schöne Gabe die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, das Haus das Ophelia betritt würde atmen. Ich konnte es richtig spüren. Bei diesem Buch hatte ich wieder mal wirklich Glück, denn ich hatte Zeit dieses wirklich dicke Buch am Stück zu lesen. Solche Lesemomente machen eine Geschichte für mich auch immer noch mal anders besonders.
Große Vorfreude auch weil der deutsche Erscheinungstermin für Band 4 jetzt endlich feststeht. 13. Mai, einen Tag nach meinem Geburtstag. Noch ein Grund mehr dem kommenden Mai entgegen zu fiebern.

 

Mein zweites Fantasy Highlight in diesem Jahr ist Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl. Die Bücher von Laura Kneidl verfolge ich bereits seit Light und Darkness 2015 im Taschenbuch Print erschienen ist. Nach Water und Air befand ich allerdings ihre New Adult Bücher für besser als ihr Jugendfantasy. Daher war ich sehr gespannt auf Krone der Dunkelheit. Ich bin ganz ohne große Erwartungen an das Buch gegangen und wurde in allen Punkten sehr positiv überrascht. Im Gegensatz zu anderer Fantasylektüre ist Die Krone der Dunkelheit viel ruhiger und langsamer geschrieben. Charaktere und Story stehen mehr im Vordergrund, als riesige Actionszenen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe die unterschiedlichen Figuren sehr gern kennengelernt und freue mich auch auf ihre weiteren Abenteuer in den Folgebänden.

Zurück in die Realität. Drei Romane konnten mich in diesem Jahr sehr begeistern. Ich möchte mit dem Buch beginnen, für das es eigentlich keine Worte gibt, um ihm gerecht zu werden: Die Nickel Boys von Colson Whitehead. Er beschreibt wie tief verwurzelt Rassismus mit der amerikanischen Geschichte ist.
Das wirklich furchtbare und besonders tragische an der Geschichte ist eigentlich, dass es die Nickel Academy wirklich gegeben hat. Das was Whitehead beschreibt, beruht auf wahren Begebenheiten, aber auch wenn dem nicht so wäre, hätte ich ihm bestätigt wie authentisch das Buch wirkt. Elwood wächst in den 1960ern sehr behütet bei seiner Großmutter in Florida auf. Er ist ambitioniert und großer Bewunderer von Martin Luther King. Seine Großmutter lehrt ihn Bescheidenheit und nicht zu viel zu erwarten. Als Leser begleiten wir den jungen Mann, wie er an seinem Glauben an Gerechtigkeit und die Veränderbarkeit der Zustände zerbricht.

Ein Buch, das mich ebenfalls hat weinen lassen ist Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf. Ich zitiere mich selbst: Eine so herzerwärmende und emotionale Geschichte habe ich schon länger nicht gelesen. Der Autor hat ein Händchen für Sprache und welche Dinge eine Erzählung zu etwas Besonderem machen. Addie und Louise sind zu Beginn der Geschichte Nachbarn. Sie blicken auf erfüllte Leben mit Höhen und Tiefen zurück und entwickeln eine so innige und tiefe Freundschaft. Eigentlich meine Herzgeschichte aus 2019. Rezension

Schon ganz früh zum Jahreshighlight erkoren habe ich Das wilde Leben der Cheri Matzner. Insgeheim ist es in diesem Jahr auch mein Lieblingscover. Es war ein Spontankauf auch eben wegen dieses Covers und wie selten habe ich dieses dicke Buch inhaliert. Die Story um Cheri hat mich tief bewegt und trotz anfänglich ganz anderen Erwartungen konnte es mich durchgehend positiv überraschen und begeistern. Rezension

Auf der Zielgeraden habe ich noch drei Sachbücher für euch. In diesem Jahr habe ich den Sachbüchern ohnehin viel mehr Platz im Leben eingeräumt als sonst. Vielleicht hatte ich deswegen so wenig Zeit für Krimis?
Direkt zu Anfang des Jahres habe ich Die geheime Bibliothek von Daraya von Delphine Minoui gelesen. Das Buch lag im letzten Jahr bei mir unter dem Weihnachtsbaum. Ihr solltet es euch unbedingt ebenfalls wünschen. Daraya ist ein Vorort der syrischen Stadt Damaskus. Wie die französische Journalistin Delphine Minoui zufällig auf ein Foto aufmerksam wurde, so fand auch dieses Buch seinen Weg zufällig auf meine Wunschliste. Eine Bibliothek in mitten einer zerstörten und von der Außenwelt abgeschotteten Stadt? Minoui hat recherchiert und Kontakt aufgenommen. Von 2013 bis 2017 begleitet sie einige Männer vor Ort. Mir ist das Buch sehr nahegegangen. Rezension

Genauso bewegend fand ich das Schicksal zweier Schwestern in Am Ende des Regenwaldes von Marion Achard. Ecuador liegt so weit weg. Das Buch beschreibt die Geschichte von Daboka und ihrer jüngeren Schwester und ist inspiriert von der wahren Geschichte eines jungen Mädchens, das zugunsten des Abbaus von Erdöl ihre Heimat verlor. Am Ende des Regenwaldes ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir die Augen vor den Ereignissen da draußen nicht verstecken dürfen. Rezension

Abschließen möchte ich meine buchigen Jahreshighlights mit einem Buch, das ich bereits seit ein paar Jahren auf der Wunschliste hatte: Frühstück mit Elefanten von Gesa Neitzel. Ich möchte nach diesem Buch noch immer keine Safari machen, auch nicht nach Afrika auswandern, aber die Autorin weckte mit dem Buch ein bisschen mein Fernweh. Außerdem hat sie eine selten guten Begabung Momente und Eindrücke einzufangen. Ihre Begegnungen mit Elefanten oder Löwen beschreibt sie so genau, dass auch ich das Gefühl habe Mitten in der Savanne zu stehen und mein Herz begann hektisch zu klopfen! Ich freue mich wirklich auf ihr neues Buch. Rezension

Die Mischung machts. Ich habe in diesem Jahr spannende Geschichten entdeckt und fühle mich so, als hätte ich tatsächlich mal meinen Horizont erweitert. Vielleicht konnte ich euch hier auch nochmal für ein paar tolle Bücher begeistern. Was sind denn euere bisherigen Jahreshighlights?

Beste Grüße
Chrissi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.