Meine Erste Lesung: Dan Brown – Inferno

Lesung aus dem Evangelium von – Äh nein… Es war ja nicht aus der Bibel, sondern aus Dan Browns neuem „Inferno“. Allerdings sind ja seine Werke oftmals irgendwie mit biblischen Elementen angehaucht und sein Charakter Professor Robert Langdon landet irgendwie oft in einen Fall mit der Kirche. Mr. Langdon ist im Vatikan kein sehr gern gesehener Gast, so drückte man sich gestern Abend aus.

 

Denn in Köln fand gestern Abend die einzige Lesung zum neuen Buch im deutschsprachigen Raum statt. Dan Brown ist sehr Medienscheu, deswegen handelt es sich bei der Lesetour zu Inferno auch um die erste Lesetour die er überhaupt bestreitet. Zu den ersten Büchern gab es das überhaupt nicht. Doch bei Inferno lag ihm eine solche Tour wohl doch am Herzen, wie er selbst sagte.

 

Durch den Abend begleitet wurde Mr. Brown von Margarete von Schwarzkopf, die alles moderierte und für die Nicht-Englisch betuchten Fragen und Antworten sehr oberflächlich übersetzte. Zudem war Gerd Köster anwesend, der uns ein paar Stellen aus der deutschen Übersetzung vorlas.Vormittags hatte ich sehr viel Zeit und hatte das Buch bereits zu 2/3 gelesen, daher waren die vorgelesenen Szenen für mich nichts neues, aber die Art wie sie vorgelesen wurden war natürlich noch mal etwas ganz was anderes. Köster verstand sich sehr gut darin den Figuren leben einzuhauchen!

Pünktlich um halb zehn ergriff Mr. Brown dann die Flucht. Kein großer Abschlussapplaus. Keine Signierstunde. Vorm Saal konnte man zwar signierte Exemplare des Inferno kaufen, mein Exemplar dass ich bereits mitgebracht hatte, musste ich allerdings wieder so mit nach Hause nehmen. Das fand ich etwas enttäuschend. Kann man wirklich so Menschenscheu sein?

Ich kann dem Buch aber zu Gute halten, dass es mir bis jetzt sehr gut gefällt. Während „Das verlorene Symbol“ etwas aus der Reihe tanzte, scheint Brown mit „Inferno“ wieder die richtige Spur für seine Bücher gefunden zu haben. Gute 100 bis 150 Seiten habe ich noch heute vor mir, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich das Buch heute noch beenden werden. Denn bis jetzt konnte es mich sehr gut fesseln.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch einent tollen Dienstag.

J. K. Rowling – Ein plötzlicher Todesfall

J.K. Rowling | Ein plötzlicher Todesfall
Carlsen | 575 Seiten | 4/5 Punkten
Romandebüt der Autorin
Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz um Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat.
Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?
Zum Inhalt und Aufbau des Buches
In diesem Buch kann man sich inhaltsmäßig sehr einfach an seiner Aufteilung in Teile entlang hangeln. Das Buch besteht insgesamt auf Sieben Teilen. Diese werden ab der Mitte des Buches immer kürzer. Der Siebte und letzte Teil kann als Epilog angesehen werden.
Im ersten Teil des Buches werden wir mit der aktuellen Situation im Pagford, seinen Bewohnern und dessen sozialen Umfeldern vertraut gemacht. Es gibt eine große Vielzahl von Charaktere.
Ganz zu Beginn stirbt der Gemeinderatsvorsitzende Barry Fairbrother. Der Vater von vier Kindern fällt am Abend des 19. Hochzeittages vor dem Restaurant zu Boden und stirbt an Gehirnblutungen. Damit wird eine Lawine von Handlungsträngen eröffnet. Wobei das erste erkennbare Ziel des Buches nur die Wahl zum neuen Gemeinderat ist. Nach und nach wird durch die Vielzahl von Verstrickungen jedoch deutlich, dass die Wahl eigentlich nur Nebensächlich ist um einen Kleinkrieg auszufechten, wobei der größte Brennpunkt das angrenzende Fields ist, ein Gebiet von Sozialbauwohnungen. Ebenso die Standpunkte zur Erhaltung oder Aufgabe einer Drogenklinik werden thematisiert.
Plötzlich tauchen auf der Internetseite der Gemeinde böse Anschuldigungen auf, die dafür sorgen, dass einige Kandidaten der Wahl geschwächt werden.
Zu den Charakteren
Insgesamt gibt es Sechs Familien im Buch denen die Haupt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Man kann dabei kaum nach Haupt- und Nebencharakteren sortieren, weil sie für die Verlauf des Buches alle zusammen gleich wichtig sind. Dazu zählen alt eingesessene Einwohner Pagfordes, Bewohner von Fields und Leute die neu nach Pagford gezogen sind. Sie alle geraten irgendwie aneinander wenn es um Fields geht. Die einen wollen dass Fields an einen anderen Zuständigkeitsbereich abgeschoben wird, während andere Fields in der Gemeinde behalten wollen. Zudem empfinden einige dass man aus dem Gebäude der Drogenklinik viel mehr Gewinn machen könnte, wenn sie den Pachtvertrag für das Gebäude nicht verlängern.
Auf Grund der vielen Personen im Buch gibt es keine feste Perspektive. Von einem zum nächsten Kapitel landet man im Leben einer völlig anderen Person, die uns den weiteren Fortlauf der Geschichte aus seiner Sicht schildert. Wir bleiben das ganze Buch hinweg aber bei einer Er-/Sie-Erzählung.
Meine Meinung
Ich hoffe ich bin bis jetzt sehr Oberflächlich geblieben, denn zu viel wollte ich nicht veraten. Nach einem sehr guten ersten Teil, der einen Pagford und seine Bewohner nahebringt, konnte ich das Buch sehr gut als „gemütlich“ bezeichnen. Die Charaktere fand ich in ihren unterschiedlichen Rollen und Funktionen völlig glaubwürdig und realistisch, auch wenn man über das Verhalten einiger oft nur den Kopf schütteln konnte. Insgesamt bekam ich den Eindruck, dass man die Charaktere auch überhaupt nicht mögen sollte. Ans Herz gewachsen sind mir persönlich allerdings Krystal, Tessa und Kay. Das Handeln und ihre Beweggründe fand ich an einigen Stellen sehr faszinierend.
Leider muss ich sagen, dass das Buch Spannungsmäßig nach dem ersten Teil eine Weile durchhing. Immer wieder fragte ich mich: Warum muss ich das jetzt lesen? Wozu soll das gut sein?
Ab dem Dritten Teil des Buches (Seitenmäßig auf der Hälfte) pakcte es mich dann aber doch gänzlich. Nachdem die erste Nachricht auf der Internetseite der Gemeinde erschien, schienen die teilweise unscheinbaren und unnötigen Handlungsstränge und Szenen von zuvor einen Sinn zu geben und fügten sich nach und nach wie ein Puzzel zusammen. Der Perspektivenwechsel durch die unterschiedlichen Charaktere des Buches machten das ganze dabei sehr dynamisch und hielten einen in Bewegeung! Anfänglich musste ich mich darin erst einfinden, aber so betrachtet war es einen sehr gute Weise die Geschichte zu erzählen.
Das Ende des Buches fand ich etwas tragisch. Der Epilog (Teil Sieben des Buches) spiegelt aber auch noch mal ganz am Ende die tiefen Charakterzüge einiger Charaktere genau wieder und zeigt, dass es durchaus Menschen gibt die auf tragische Ereignisse reagieren und Konsequenzen für ihr Verhalten und ihr Engagement ziehen wie z.B. Samantha, während andere stumpf und sturr ihr Leben so weiter leben, als wäre überhaupt gar nichts passiert, wie z.B. Shirley.
Abschließende Bewertung
Die Charaktere erschienen mir realistisch und sehr gut ausgearbeitet. Leider hatte das Buch Spannungsmäßig im ersten Teil einen Druchhänger, konnte mich dann aber etwa ab der Mitte des Buches dann doch sehr fesseln. Daher gibt es von mir 4 von 5 Punkte für ein Buch dass mich durchaus zum Nachdenken bringen konnte. Mich konnte Rowling mit ihrem ersten Buch für Erwachsene überzeugen.

Lesereiches Wochenende

 Ein paar schöne (und sogar sonnige) Grüße aus der Federecke!
Es gibt heute Abend zwar keine Rezension mehr von mir, denn die Badewanne wartet auf micht, aber ich möchte euch doch ganz kurz berichten, womit ich die letzten Tage meine Lesezeit verbracht habe.
Im Rahmen der Monats-Challenge habe ich für den Monat Mai J.K. Rowlings „Ein plötzlicher Todesfall“ gelesen. Das Buch konnte ich am Donnerstagabend beenden. Mit einer kurzen Leseflaute von ein paar Seiten fand ich das Ende dann aber doch sehr spannend! Absolut Lesenswert. Genaueres dann in der Rezension.
Dann kam Donnerstags für mich an: „Dem Tode nah“ von Linwood Barclay. Das Buch wurde bei TauschMuh zum Tausch angeboten und da ich bereits ein anderes Buch, das mir sehr, sehr gut gefallen hatte vom Autor gelesen habe, musste  ich es einfach haben. Leider war dieser Thriller für mich kein so großartiges Leseerlebniss wie das andere Buch von Barclay, aber dennoch spannend.
Heute morgen begonnen habe ich „Nullzeit“ von Juli Zeh. Wer sich erinnert: Das Buch gewann ich im Rahmen des Lit.COLOGN Gewinnspiels der Tahlia Buchhandlung. Daher wusste ich auch erst mal gar nicht worum es geht. Ich habe im Augenblick erst 60 Seiten gelesen, aber der Schreibstil ist bisher sehr angenehm. Zudem habe ich einen bellenden Hund entdeckt. Selbst wenn der Inhalt mich nicht überzeugen sollte, was ich  ja jetzt noch nicht weiß, das Cover ist jedenfalls sehr interessant!
Ich wünsche euch allen einen schönen Feiertag.

Laura Brodie – Ich weiss du bist hier

Laura Brodie | Ich weiss du bist hier
dtv  | 336 Seiten | 2/5 Punkten
Klapptext
Sarah McConnells Ehemann war seit drei Monaten tot, als sie ihn im Supermarkt sah…
Ist David gar nicht bei einem Kajakunfall umgekommen, wie alle Welt angenommen hat? Sarah ist sich nicht sicher, ob sie sich nur eingebildet hat, ihn zu sehen. Doch eines Abends steht er vor ihrer Tür.

 

Zum Inhalt & Aufbau des Buches
Das Buch ist unterteilt in 4 Teile: „Geist“ – „Fleisch“ – „Auferstehung“ – „Gute Vorsätze“
Die Bezeichnungen der Buchteile hatten für mich irgendwie etwas biblisches. Und man kann schon sagen, dass sie den Inhalt des jeweiligen Teils sehr gut treffen.
Sarahs Mann David kehrte nach einem Unwetter nicht von seinem Kajakausflug zurück. Man findet zwar ein paar seiner persönlichen Gegenstände, aber eine Leiche bleibt aus.  So wird ein Trauergottesdiesnt veranstaltet und Sarah muss lernen alleine zu leben. Im Verlauf des Buches erfährt man, dass Sarah bereits ihre Eltern und mehrere Kinder verloren hat, was auch ihre Beziehung zu David sehr belastete. Bereits vor einem Jahr erlag sie schweren Depressionen. Ein wenig Trost findet sie bei ihrer Nachbarin Margot, die ebenfalls Witwe ist und ihrem Schwager, Davids Bruder Nate.
Ganz langsam kommen sich Nate und Sarah näher. Doch gleichzeitig taucht David wieder auf und so  plagen Sarah natürlich auch Schuldgefühle.
Meine Meinung
Sehr viel näher auf den Inhalt möchte ich gar nicht eingehen, denn dann würde ich viel zu viel veraten. Denn das Buch plätschert leider mehr oder weniger nur so vor sich hin und hat eigentlich auch sehr wenig Inhalt über den man berichten könnte. Spannung wird im gesamten Buch eigentlich nicht wirklich viel aufgebaut. Das Buch habe im Rahme der Mini-Leserunde gelesen und habe es letztlich auch nur wegen der Leserunde und der Tatsache, dass man ja am Ende wirklich wissen wollte, ob David nun echt oder Einbildung ist, zuende gelesen. Und das ist eigentlich nicht das was einem zum Lesen motivieren sollte.
Vom Klapptext her habe ich mir von diesem Buch sehr viel mehr versprochen. Man fühlt sehr mit Sarah mit. Aber leider handelt sie auch an vielen Stellen anders als man es sich wünscht.
Davids Bruder Nate war mir persönlich nicht sofort sympathisch, trotzdem wird schnell klar, dass Sarah auch immer schon gern für ihn geschwärmt hat. Im Verlauf des Buches habe ich aber dann doch irgendwie den Draht zu Nate gefunden und mir eigentlich gewünscht, dass sie sich auf Nate weiter einlässt. Das Ende vom Buch hat mir dahingehend auch überhaupt nicht gefallen.
Insgesamt war gerade die Auflösung um David wirklich sehr platt und völlig unspektakulär.
Abschließende Bewerung
So wie ich das sehe hätte man aus der Idee eine ganze Menge machen können. Auch der Schreibstil mag nicht dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass ich letztlich nicht so warm mit dem Buch wurde. Im Prinzip war es einfach eine Chance auf ein gutes Buch, die die Autorin vergeben hat. Mich konnte sie mit diesem ersten Roman leider überhaupt nicht überzeugen. Es gibt 2 von 5 Punkten.

Am Sonntag hatte ich Purzeltag.

Am Sonntag hatte ich Purzeltag
Und natürlich erweiterte sich dadurch auch mein Bücherregal um ein paar neue Schätze. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.Wie bereits bei meiner Rezension im März angekündigt, fieberte ich dem neuen Buch von Dan Brown Inferno mit großer Spannung entgegen. Zur großen Überraschung bekam ich allerdings nicht nur das Buch, sondern auch Karten zu Dan Browns dazugehörigen Lesung am 27. Mai in Köln. Natürlich werde ich mir das Buch dann gleich signieren lassen und euch davon berichten!
Das neuste Buch von Dan Brown aus der Robert Langdon-Reihe entführt uns dieses Mal nach Florenz. Nachdem mir der Dritte Teil der Reihe, der in den USA spielte, nicht so gut gefallen hat, freut es mich natürlich sehr, dass es dieses Mal wieder ein Spielort in Europa ist. Da machten sich die beiden ersten Abenteuer weitaus besser.
Außerdem bekam ich von Jodi Picoult Neunzehn Minuten. Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich habe zuvor noch nichts von ihr gelesen. Aber ihre Werke sollen alle sehr emotional sein. Ich habe bisher wirklich nur absolut gutes von dieser Autorin gehört und habe mich wirklich sehr über ein Werk von ihr gefreut, dass schon länger in den unweiten meiner Wunschliste sein Unwesen trieb. In Neunzehn Minuten geht es um einen Amoklauf an einer Amerikanischen High School. Das Buch ist von 2008, aber das Thema ist in unserer heutigen Zeit leider immer aktuell. Ich bin sehr gespannt.
Ganz doll gewünscht hatte ich mir ja auch Die Seelen der Nacht. Auch wenn ich es eigentlich nicht so mit Vampiergeschichten habe, fand ich den Klapptext so verzaubernd und auch das Cover ist einfach traumhaft. Bereits letzte Woche hatte ich es mehrfach in einer Buchhandlung in der Hand und hab es immer wieder ins Regal gestellt. Heute morgen kaufte ich es mir dann selbst. Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie. Der zweite Teil ist bereits unter dem Titel Wo die Nacht beginnt erschienen. Sobald ich Zeit finde steht dieses Buch an oberster Stelle auf meiner Leseliste.