Gelesen im April 2013

Tjoa… auch diesen Monat habe ich irgendwie mehr Bücher dazubekommen als gelesen. Ist das eine umgehende Krankheit?
Der Monat April begleitete mich mit drei Büchern in die Gründungszeit Australiens. Eine sehr interessante Thematik. Zehn weitere Bücher dazu belagern seit neustem mein Regal. Die Reise wird also noch weiter gehen.

 

Ja was habe ich denn gelesen? (Es folgen Buch und Bewertung)
William Stuart Long – Die Verbannten (4/5 Punkte)
William Stuart Long – Die Siedler (4/5 Punkte)
Jillian Hofmann – Cupido (4/5 Punkte)
Barbara Wood – Dieses Goldene Land (4/5 Punkte)
Nele Neuhaus – Eine unbeliebte Frau (3/5 Punkte)
Gillian Shields – Die Abtei von Wlydcliffe 01 (2/5 Punkte)

Noch nicht beendet?

Ja. Das soll es auch mal geben. Bereits Anfang April haben wir in unserer Narnia-Leserunde mit „Der Ritt nach Narnia“ begonnen. Zwischendurch gab es eine Pause und so werde ich das Buch erst Ende dieser Woche beenden.
Außerdem habe ich Julian Barnes „Unbefugtes Betreten“ begonnen zu lesen. Das Buch hatte ich im Rahmen des Thalia LitColonge Gewinnspiels gewonnen (Ich berichtete hier). Das Buch besteht aus Kurzgeschichten, daher lese ich es bei weitem langsamer als andere Bücher, denn ich kann nicht einfach so eine Geschichte nach der andere Lesen. Bisher hatte ich mit dem Buch sehr große Freude!

Abgebrochen?

Ja, auch das soll schon mal vorkommen. Eigentlich nehme ich mir immer vor ein Buch zu ende zu lesen, oder ihm gar später eine zweite Chance zu geben. Bei „Die Hirnkönigin“ von Thea Dorn war mir das leider absolut nicht möglich. Ich habe das Buch mehrmals begonnen, bin aber nie über Seite 48 hinweg gekommen. Ich konnte allerdings bereits eine Diagnose aufstellen. Idee hinter dem Buch fand ich ganz nett, aber die sehr starke Umgangssprache haben mir den Lesefluss vollkommen blockiert. Zudem war mir die Protagonistin direkt sehr unsympathisch. Ich denke das Buch landet sehr tief in den Unweiten meines Regals und wird kein zweites Mal das Tageslicht erblicken.

Sonstige Aktivitäten?
Gestern hat die Leserunde zu „Ich weiß, du bist hier“ von Laura Brodie begonnen. Näheres dazu gibts dann im Mai
Zudem werdet ihr mit Sicherheit festgestellt haben, dass ich am Design des Blogs gebastelt habe. 100 prozentig zufrieden bin ich noch nicht, aber wir näheren uns der Sache.

 

Nele Neuhaus – Eine unbeliebte Frau

Nele Neuhaus | Eine unbeliebte Frau
List | 382 Seiten | 3/5 Punkten
1. Teil der Bodenstein und Kirchhoff Reihe

 

Klapptext: 
Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuße eines Aussichtsturms liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.

 

Ein paar Worte zur Autorin:
Nachdem ich das Buch beendet hatte und mich weiter zur Autorin erkundigte musste ich feststellen, dass der Schriftstellerische Werdegang von Nele Neuhaus mich schwer beeindruckte. Trotz vieler Absagen für ihre Manuskripte gab sie nicht auf und veröffentlichte ihr erstes Buch 2004 im Eigenregie. Sie steckte Geld und viel Arbeit in die Veröffentlichung und Eigenvermarktung ihres Buches bis sich letztlich ein Verlag fand, der ihr anbot ihr diese Arbeit abzunehmen. Hut ab also für eine Autorin die sich erst Mal selbst durchs Dickicht boxte.

Weiterlesen

12 Bücher im Schuhkarton

Könnt ihr euch erinnern? Es ist noch gar nicht so lange her. Anfang des Monats habe ich in einer Rezension den Auftakt zu William Stuart Longs Australien Saga vorgestellt. Die Verbannten haben mich so in ihren Bann gezogen, also bin ich direkt einen Tag später losgezogen und wollte den nächsten Band kaufen.
Stehe ich also extra früh und fahre in die Stadt, freue mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten, und dann? Pustekuchen. Die Reihe wird gar nicht mehr verkauft! Da habe ich erst mal große Augen gemacht. So eine Schnade. Das Buch lag wohl doch ein paar Jahre zu lang ungelesen in meinem Bücherregal.
– Egal. Ich wollte sie haben. Alle 12! Und da begann dann die Suche. Ich schaute hier und da. Und dann habe ich es in Kauf genommen sie gebraucht zu kaufen. Bei eBay wurde ich fündig. Mein Freund war so nett und ersteigerte sie mir in der letzten Woche. Und heute? Heute kamen sie an. Alle 12. Schön säuberlich verpackt in einem Schuhkarton. Sie haben direkt einen tollen Platz in meinem Regal bekommen. Und heute Abend werde ich wohl direkt mit dem zweiten Band weiterlesen.

Barbara Wood – Dieses goldene Land

Barbara Wood | Dieses goldene Land
Fischer Verlag | 557 Seiten | 4/5 Punkten

 

Die junge Hannah bricht in die endlosen Weiten Australiens auf, um ihr Glück zu suchen. Ihre Liebe zu dem Naturforscher Neal führt sie in die mystische Welt der Aborigines, mit dem Outlaw Jamie gerät sie auf eine abenteuerliche Schatzsuche. Dort, im Herzen der Wildnis, muss sie ihren Traumpfad finden.

 

Zum Aufbau des Buches:
Das Buch spielt Mitte des 19. Jahrhunderts und beginnt mit einem kurzen ersten Kapitel, von ca. 38 Seiten, welches ich gerne als Prolog bezeichnen würde. Danach folgen 3 Mittelteile, die ich gerne aufteilen würde in einen kurzen ersten Teil, der die Überfahrt nach Australien behandelt, einen sehr langen Teil, der Hannas Leben in Adelaide behandelt und einen wieder etwas kürzeren Teil, der nach einen Zeitsprung ansetzt und ihr Leben in Melbourne beschreibt. Abgeschlossen wird das Buch von einem letzten Kapitel, dass ich gerne als Epilog bezeichnen würde.
Zudem ist das Buch aufgeteilt in 50 unterschiedlich lange Kapitel und behandelt insgesamt eine Zeitspanne von 7 Jahren (April 1846 bis Mitte des Jahres 1853).

 

Ein paar Worte zum Inhalt:
Zu Beginn des Buches ist die junge Hannah Conroy Anfang 20 und hat gerade ihre Ausbildung zur Hebahmme beendet. Da sie im viktorianischen England keine Chance sah selbst Ärztin zu werden um in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, verschreibt sie sich der Geburtshilfe. An einem sehr finsteren Abend wird ihr Vater zu einem vornehmeren Partienten gerufen um bei einer Endbindung zu helfen, da der Hausarzt auf sich warten lässt. Mutter und Kind schweben in Gefahr. Beim Eintreffen des Hausarztes werden Hannah und ihr Vater dann des Hauses verwiesen, da ihre Hilfe nicht mehr benötigt würde. Als dann Mutter und Kind beide sterben schiebt man es Hannahs Vater in die Schuhe der kurz darauf stirbt. Hannah sieht in England keine Zukunft mehr, da man den Ruf ihres Vaters ruiniert hat und so begiebt sie sich auf ein Schiff, dass sie nach Australien bringen soll.Während der Überfahrt lernt sie über die Monate hinweg den Naturforscher und Fotografen Neal Scott besser kennen und hilf ihm auf den richtigen Weg. Der Abschied bei ihrer Ankunft in Australien fällt ihr sehr schwer. Doch sie versprechen sich gegenseitig ein Wiedersehen im kommenden Jahr, worauf sie beide sehr Sehnsüchtig hinfiebern.
Gleich bei ihrer Ankunft in Adelaide macht Hanna Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Menschen, die ihr sowohl helfen wollen ein Leben als Hebamme in Australien aufbauen zu wollen, als auch jene die ihre Freundlichkeit ausnutzen. So gerät sie direkt zu Beginn in den einen oder anderen Konflikt.

 

Beinahe verpassen sich Neal und Hannah bei seiner Ankunft in Adelaide, denn Neal muss direkt weiter, hat sich einer Expeditionstruppe angeschlossen und kann nur einen Tag bleiben. Zu gern würde sie ihm folgen, doch sie hat gerade damit begonnen sich einen Namen zu machen und kann ihre neuen Patienten nicht im Stich lassen. So trennen sich ihre Wege ein weiteres Mal.
Kurz darauf wird Hannah zu einem verwundeten gerufen, Jamie O`Brian. Bereits mehrfach ist sie dem Kleinkriminellen begenet. Sie beschließt ihn auf seine Schatzsuche zu begleiten.
Meine Meinung:
Ich möchte inhaltlich nicht alles vorweg nehmen, deswegen mache ich hier jetzt mal einen Schnitt und überlasse den Rest ganz eurem eigenen Lesevergnügen. Insgesamt ist der Lesefluss sehr gut und flüssig. Allerdings mache ich vielleicht auch gerade jetzt einen Schnitt, da die darauffolgenden 100 Seiten für mich sehr anstrengend waren. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, allerdings machte es Spannungsmäßig in der Mitte für mich einen Knacks. Es war sehr langatmig und mir fehlte der Antrieb. Trotzdem hab ich natürlich zuende gelesen, da ich natürlich wissen wollte ob es für Hannah ein Happy End gibt. Dieses kam am Ende dann aber leider doch etwas zu plötzlich und schnell. An der Stelle hat die Autorin dann leider etwas gespart.
Trotzdem gefiel mir die Thematik und die Beschreibungen sehr gut. Es war ein einigen Stellen sehr gefühlvoll und in keinsterweise kitschig oder übertrieben. Von daher gibt es von mir 4 von 5 Sterne für einen sehr tollen Australienroman.

Ein paar Schlaflose Stunden

Gestern war es wieder so weit. Der erste Samstag im Monat ist Lesenacht. Anstelle den Fernsehr anzuschalten saß ich gestern Abend ab kurz nach Acht in meinem neuen Sessel. Bei sehr schöner Musik und direkt neben der Heizung habe ich es mir gemütlich gemacht und gelesen. Ein sehr angenehmer Abend würde ich also sagen.
Und was gabs dabei? – Projekt des Abends war auf jeden Fall Cupido von Jilliane Hoffman. Die Lesewichtelabstimmung im Buechertreff hatte so entschieden und bei so positiver Rückmeldung konnte ich natürlich auch nicht anders, als es mir zu schnappen. Die ersten 60 Seiten etwa fand ich nicht so angenehm. Dann endlich im zweiten Teil des Buches angelangt konnte ich es bald gar nicht mehr zur Seite legen. Zwischendurch gabs ein paar Käsehäppchen und Grünen Tee. Dann war entgültig Schluss. Um kurz vor eins etwa musste ich die Lesenacht dann aber für mich beenden. Ich hatte noch gut 200 Seiten bis zum Ende des Buches und bevor ich wirklich gar nicht mehr zum Schlafen kam musste ich es dann schweren Herzens beiseite legen. Es war ein sehr gutes Buch. Heute Vormittag konnte ich es beenden.
Ich bedanke mich natürlich bei allen Buechertrefflern, die ebenfalls mit mir gelesen haben und starte damit dann morgen in einen hoffentlich sehr schönen April.