Gelesen im März 2013

Der März verlief ja ziemlich rasant. Und ich habe insgesamt viel mehr Zuwachs an Büchern gehabt, als eigentlich geplant gewesen war. Naja, seis drum. Es sind ein paar sehr tolle Schätze in meinem Regal gelandet. Und natürlich habe ich auch einiges gelesen. Zusammenfassend fand ich den März doch recht erfolgreich.

 

Ally Condie – Cassia & Ky 1 – Die Auswahl (4)
Kathleen McGowan – Das Magdalena Evangelium (5)
Dan Brown – Das verlorene Symbol (3)
Adena Halpern – Die zehn besten Tage meines Lebens (3)
Jennifer Crusie – Der Cinderella Deal (2)
Francesca Santini – Die Löwin von Arezzo (2)
Jane Austen – Emma (4)
C. S. Lewis – Der König von Narnia (2)
Kristina Ohlsson – Aschenputtel (4)

 

Aktivitäten im März?

Wie bereits im Februar habe ich an der Narnia-Leserunde teilgenommen. Im März hatten wir uns Teil 2 – Der König von Narnia vorgenommen. Ich muss leider gestehen, dass mir der zweite Teil weniger gefallen hat, als der erste. Vor allem da ich die Narnia-Verfilmungen kenne, war ich von der Buchvorlage reichlich enttäuscht. Trotzdem heißt es durchhalten. Am 08.04 werden wir mit Teil 3 fortfahren. Da es zu diesem Teil keine Verfilmung gibt bin ich darauf natürlich sehr gespannt.
Und sonst?
Ich bin großer Fan der 4-Teiligen BBC Verfilmung von Jane Austens Emma. Aus diesem Grund habe ich auch ca. das halbe Buch im Rahmen der Emma-Leserunde mitgelesen. Da ich aber die Handlung schon kannte, habe ich dann letztlich entschieden das Buch für mich alleine ohne Leserunde zu beenden. Ein wunderschöner Roman.

Kristina Ohlsson – Aschenputtel

Kristina Ohlsson – Aschenputtel
blanvalet | 495 Seiten | 4/5 Punkten
1. Teil der Fredrika Bergmann Reihe

Hochsommer in Schweden. Es regnet in Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus aufs Bahngleis, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt., als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Als wenig später ein zweites Kind verschleppt wird, entwickelt sich der Fall zu einem Albtraum.

Meine Meinung:

Das Ermittlerteam von Achenputtel besteht aus dem Teamchef Kommissar Alex Recht, seinem Kollegen Peder Rydh, der Zivilistin im Polizeiapparat, wie es im Buch so schön heißt, Fredrika Bergman und ihre Assistentin Ellen. Fredrika ist nämlich keine Polizistin sondern zivile Ermittlerin.
Diese, sowie familiäre Situation der Teammitglieder sorgen für Spannungen untereinander. Zwischen Peder und Fredrika herrscht eine Art Konkurrenzkampf. Auch die Art wie die einzelnen Charaktere mit der Situation umgehen wird sehr genau beschrieben, wobei die beiden männlichen Hauptermittler dabei sehr oft Fredrikas Verhalten abwertetend bewerten und dies darauf zurück führen, dass sie eben keine richtige Polizistin ist. Es herrschte also zunächst mal kein sehr vertrautes Verhältnis unter den Ermittlern.
Insgesamt nimmt auch ein Großteil des Buches das drum herum und das Privatleben dieser wichtigen Figuren im Vordergrund, woran ich mich zunächst auch erstmal gewöhnen musste.

Das Buch ist aufgeteilt in drei offizielle Teile und eine kurzes Abschluss-Kapitel zwischen Teil Zwei und Teil Drei. Eigentlich kann man sagen, dass Teil Eins und Teil Zwei den wirklichen Ermittlungsfall behandeln. Das Abschluss-Kapitel eben diesen Fall abschließen und Kapitel Drei sich nur mit Dingen befasst, die nach Abschluss des Falles noch sagen waren: Situation der Ermittler im Privatleben nach Abschluss des Falles.
Was mich gerade an dieser Aufteilung störte, waren die Titel der Teile. Teil Eins nannte sich: “Falsche Fährte” und sie behandelte wie betitelt auch die Ermittlung in eine falsche Richtung. Und das obwohl Fredrika Bergman an einigen Stellen ihre Mitstreiter darauf aufmerksam machte, dass man sich vielleicht auch auf andere Dinge konzentrieren sollte. Deswegen fand ich diesen Teil auch wirklich etwas weniger spannend als die zweite Hälfte des Buches. In ihrer Danksagung im Anschluss des Buches sagte die Autorin allerdings auch selber man hätte ihr beim Schreiben geraten: “Du musst über 90 Seiten hinauskommen, danach kannst du immer weiterschreiben!” Ich würde dem so ziemlich zustimmen. Diesen Eindruck hatte man auch beim Lesen. Hatte man irgendwann einen betimmten Punkt im ersten Teil erreicht konnte man es auch sehr angeregt weiterlesen. Den zweiten Teil fand ich dann sogar sehr spannend. Auch wenn es zum Schluss sehr schnell voranging. Das hat mir am Anfang gefehlt.

Insgesamt würde ich Ohlsson zu ihrem Debütroma gratulieren. Sie hat mich auf jeden Fall von ihrer Schreibkunst überzeugt und ich werde mir bestimmt auch ein weiteres Buch von ihr kaufen. Von mir gibt es also letztlich 4 von 5 Sterne. Und die Leseprobe im Anhang des Buches lies sehr viel gutes erhoffen.

Dan Brown – Das verlorene Symbol

Dan Brown – Das verlorene Symbol
Lübbe | 765 Seiten | 3,5/5 Punkte
3. Teil der Robert Langdon Reihe

Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Doch dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole. Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt, doch die wahren Geheimnisse sind in dunklen Kammern, Tempeln und Tunneln verborgen. Orte, die vor ihm kaum jemand betreten hat. Und er jagt nicht nur – er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung – im Guten wie im Bösen. Zwölf Stunden bleiben Robert Langdon, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.

Meine Meinung:

Wie oft habe ich jetzt angefangen dieses Buch zu lesen? Fünf Mal? Sechs Mal? Dieses Mal hatte ich mir durchhalten geschworen. Schließlich gibts im Mai schon den nächsten Teil und ich überspringe in einer Reihe nur sehr ungern einen Teil, auch wenn meine Erfahrung mir mit anderen Büchern von Brown sagt, dass keinerlei Vorkenntnisse von nöten sind. Auch Das verlorene Symbol hat Mal wieder eine in sich abgeschlossene Handlung, bei der keine Kenntnisse der beiden Vorgänger benötigt wurden. Wenn ich mich recht erinnere gab es im gesamten Buch auch nur eine einzige Stelle die auf die Ereignisse imm Zweiten Teil (Sakrileg) hinwies. Und dabei wurde auch nur kurz sein Aufetnhalt in Paris erwähnt.
Dieses Mal spielt die Verbrecherjagd des Harvard Professor mit der Micky Maus Uhr nicht in Europa, sondern erstmals auf amerikanischem, heimatlichem Grund und Boden. Ich muss sagen auch bei diesem Versuch das Buch zu lesen fiel mir abermals der Einstieg recht schwer. Langdon landet mal wieder ganz plötzlich und unverhofft in einer Geschichte von der er Stunden vorher nicht Mal zu träumen gewagt hätte.Letztlich bin ich dann hergegangen und habe das Hörbuch paralell zu hören begonnen. Vermutlich wäre ich sonst auch dieses Mal nicht über die ersten 150 Seiten hinweg gekommen. Eine wirklich sehr schwere Geburt.
Ich muss sagen dass ich mir mehr erhofft hatte. Illuminati war wirklich sehr gut und Sakrilegbstand dem nicht sehr weit hinterher, doch von der Thematik der Freimaurer hätte ich mir etwas mehr erhofft als ein paar Matritzen.

Die ersten beiden Bücher der Langdon Reihe waren immer irgendwie mit der Kirche verstrickt. Ich magbdiese Thematik, hatte es aber dann auch gut gefunden das Brown sich mit diesem Buch an etwas anderem versuchen wollte, wo Langdon letztlich nichts mit der Kirche zu tun hat. Und dann kommt er auf den letzten 50 Seiten mit der Kirche um die Ecke?
Nachdem ich erst Mal richtig im Buch drin war, hatte ich Spaß am Lesen. Doch ich muss wirklich sagen, dass ich das Ende dann etwas zu aus der Luft gegriffen fand. Das Buch hatte michbauf etwas ganz anderes vorbereitet und ich fand es dann viel zu banal und sehrenttäuschend. Als begeisterter Dan Brown Leser hatte ich mir mehr erhofft.
Auch die Rätsel ließen in diesem Buch zu wünschen übrig. Wir hatten schon kniffeligere und interessantere Sachen zu knacken Mr Brown. Abschließend gibts für den gelungenen Mittelteil aber immerhin immer noch 3,5 von 5 Sternen und die Hoffnung darauf, dass mit dem im Mai erscheinenden Inferno wieder ein besseres Werk den Weg in mein Bücherregal findet.

C.S. Lewis – Das Wunder von Narnia

C.S. Lewis | Das Wunder von Narnia
Ueberreuter | 167 Seiten | 3/5 Punkten
1/7 Teilen

Hätte es nicht den ganzen Sommer geregnet, hätten Polly und Digory ganz sicher nicht auf dem Dachboden gespielt. Dann hätten sie auch die verborgene Tür nicht entdeckt, die zu Onkel Andrews geheimem Arbeitszimmer führte. In diesem Zimmer hätten sie dann auch nicht das rote Tablett mit zwei gelben und zwei grünen Ringen gefunden. Und dann wäre diese Geschichte nie passiert. “Das Wunder von Narnia” führt die Kinder in das geheimnisvolle Reich des Löwen Aslan, der es mit einem Lied erschaffen hat. Doch in der Gestalt der furchtbaren Königin Jadis schleicht sich bereits das böse ein.

Jostein Gaarder – Sophies Welt

Jostein Gaarder | Sophies Welt
Reihe Hanser bei dtv | 623 Seiten | 2/5 Punkten
Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 1994

Klapptext:

“Wer bist du?” fragt ein unbekannter Absender Sofie in einem Brief. Noch am selben Tag kommt ein Zweiter. “Woher kommt die Welt?” will diesmal der Schreiber wissen. Sofie lässt sich auf ein Abenteuer des Denkens ein, und damit beginnt ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den beiden. Der Briefeschreiber erklärt und erzählt ihr die Geschichte der Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart.

 

Meine Meinung:

Sophies Welt hatte ich bereits in der 11ten Klasse einmal begonnen zu lesen, als wir im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Antike besprochen und über Demokratiemodelle gesprochen haben. Damals habe ich das Buch zur Seite gelegt, weil ich nicht die Zeit hatte es mal eben so nebenher zu lesen. Leider muss ich sagen, dass ich auch jetzt beim zweiten Anlauf so meine Schwierigkeiten mit dem Werk hatte. Es ist schlichtweg wirklich ein sehr komprimierter Philosophiekurs mit einer etwas verwobenen Rahmenhandlung. Und ich halte es für zum Lesen “mal eben so zwischendurch” für absolut ungeeignet.

Anfänglich bekommt Sophie alle paar Tage einen Brief mit neuen Kapiteln, später wird ihr in einem Rutsch eine komplette Epoche erklärt. Auf den Inhalt der Rahmenhandlung möchte ich an dieser Stelle gar nicht so viel eingehen, da das wohl doch ein wenig zu viel veraten würde. Es war natürlich interessant zu lesen, aber um das Buch in einem Rutsch zu lesen war es viel zu viel Informationen auf einem Haufen. Es hätte dem Buch bestimmt besser getan, wenn ich es nach jedem Philosophiekapitel für 1-2 Tage beiseite gelegt hätte. Das fand ich sehr Schade.
Die Rahmenhandlung die eigentlich mehr zwischen den Philosophiekapiteln zu lesen war fand ich recht gut und schlüssig. Es war abenteuerlich und spannend. Man wollte wirklich wissen, womit man es letztlich zu tun hatte. Trotzdem konnte das die vielen Informationen des Philosophiekurses nicht auflockern.
Ich kann also jedem der das Buch lesen möchte wirklich nur anraten: Nehmt euch viel Zeit. Lest es nicht an einem Stück. Den diesen Fehler habe ich gemacht. Aus diesem Grund konnte ich auch gar nicht so viel vom Philosophischen behalten. Im Kopf hängen geblieben sind nur viele der Dinge, die ich teilweise schon selbst wusste. Das waren auch die einzigen Stellen im Philosophiekurs die ich recht gut und schnell nachvollziehen konnte.

Von mir gibt es für die nette Rahmenhandlung und für das interessante Thema 2 von 5 Sternen. Ich bin aber überzeugt davon, dass das Buch eventuell hätte besser abschneiden können, wenn ich mir dafür ein wenig mehr Zeit genommen hätte.