Royal Me – Interview mit Tina Köpke

Seit letzter Woche erscheinen alle Episoden von Royal Me von Tina Köpke in eine Neuauflage und Tina hat sich bereit erklärt mir ein paar Frage dazu zu beantworten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

Was hat Dich dazu gebracht Royal Me zu überarbeiten? Stand es im Zusammenhang mit deiner Entscheidung Deine neuen Bücher (vorerst) nur noch im Selfpublishing zu veröffentlichen?
Nein, das waren tatsächlich zwei völlig voneinander unabhängige Entscheidungen. Die Neuauflage war ein Bedürfnis, das schon länger in mir brannte, denn es war meine allererste kleine Serie, in der so viel Potenzial steckte und es wurde durch Anfängerfehler so viel verschenkt. Man lernt ja doch über die Zeit einige Dinge dazu, egal, ob es dabei um den Schreibstil, den Vertrieb oder die Vermarktung geht. Ich wollte es einfach mal versuchen, dieser Reihe einen zweiten Frühling zu bescheren, selbst wenn es einen deutlichen Mehraufwand bedeutet.

Hast Du irgendwann in der Zukunft ein weiteres Projekt in Episoden geplant? Für mich war es das erste Projekt, das ich in dieser Art gelesen habe und es hat mir sehr gut gefallen!
Das freut mich! Ich finde Serials sind in einer hektischen Zeit wie unserer sehr praktisch. Und theoretisch – ja, hier liegt die eine oder andere mögliche Idee herum, die in das Format passen könnte. Praktisch – nein. Episoden brauchen einen freien Veröffentlichungszeitraum, in dem ich mich nur darauf konzentrieren kann, und zur Zeit schreibe ich lieber gerne in verschiedene Genres rein.

Auf 100 Seiten einer Episode empfand ich acht verschiedene Perspektiven schon als sehr viel. Das bedurfte bestimmt sehr gute Planung. Bist Du da selbst beim Schreiben schonmal durcheinanergekommen?

Haha, ja. Ohne Plan ging da wirklich nichts – zumindest bei mir. Aber durcheinandergekommen bin ich – toi toi toi – zum Glück noch nicht. Es ist nicht immer einfach, allen Charakteren eine eigene Stimme zu geben, die sie voneinander unterscheidet. Ich hoffe aber, dass mir das halbwegs gelungen ist.

Vor ein paar Jahren war ich sehr aktiv in der RPG Szene. Royal Me hatte für mich ein bisschen war davon, weil ich mir die einzelnen Erzählstränge zusammenpuzzeln musste und nicht jede Figur durchgängig verfolgen konnte. Hast Du auch schon mal RPG geschrieben?

Ich habe fast zehn Jahre in forenbasierten Rollenspielen verbracht. Im Grunde habe ich dort gelernt, wie man Geschichten erzählt, vor allem aber, wie man Charaktere erschafft. Man bekommt den RPG’ler nie aus mir heraus, wenngleich sich der Schreibstil mittlerweile mehr dem der Romane angepasst hat. Aber diese Jahre haben Handwerk und Leidenschaft intensiv geprägt, daher wundert mich gar nicht, dass du das Gefühl bei »Royal Me« hattest.

Ich lese auf Instagram immer März-Projekt, Geheim-Projekt, September-Projekt… Magst Du uns vielleicht ein bisschen genauer etwas dazu sagen? Was erwartet uns denn noch alles?
Ich würde ja wirklich SEHR GERNE mehr darüber reden, denn abgesehen von meinem Mann, einer guten Autorenfreundin und meinen beiden Betaleserinnen, gibt es da niemanden, der weiß, was hinter den Projekten steht. Da bin ich abergläubig – solange die Bücher nicht geschrieben und halbwegs fertig sind, bringt es mir kein Glück, viel darüber im Vorfeld zu reden. Am Ende kommt etwas dazwischen und alle – inklusive mir – sind dann traurig. Das möchte ich damit vermeiden.

Diese Bezeichnungen habe ich mir übrigens ausgesucht, um die (Arbeits-)Titel nicht zu verraten. Sie sollen (Ausnahmen bestätigen die Regel) für die Monate stehen, in denen ich plane, die Geschichten zu veröffentlichen.

Das Märzprojekt wird eine Young Adult Romance-Geschichte und das Septemberprojekt wird eine Fortsetzung dazu sein, aber neue Protagonisten sprechen lassen. Das Geheimprojekt ist eine Liebesgeschichte, in der die erotischeren Szenen präsenter dargestellt werden (eine ganz neue Herausforderung für mich!) und das Junibuch ist eine New Adult Urban Fantasy Geschichte. Bei den letzten beiden Ideen weiß ich allerdings noch nicht, was ich zuerst schreiben soll. Vielleicht wird spontan aus dem Junibuch ein Dezemberbuch – wer weiß. Das ist der Vorteil am Selfpublishing. Ich habe die Freiheit, meinen eigenen Veröffentlichungsplan zu basteln.

Hat sich Dein Schreiballtag verändert seit Du Dich ganz fürs Selfpublishing entschieden hast?
Sehr. Ich muss alles (nahezu) alleine organisieren und bewältigen. Das erforderte ein ganz neues Maß an Planung und To-Do-Listen sind seitdem meine allerbesten Freunde.  Gleichzeitig motiviert mich diese Herausforderung auch extrem. Vorher hatte ich immer ein bisschen Probleme mit der Konzentration. Gerade wenn man wie ich von Zuhause aus arbeitet, dann kann einen vieles schnell ablenken. Jetzt, wo meine Listen so rappelvoll sind, bleibt mir dafür keine Zeit mehr.

Freust Du dich auf 2019? Hast Du Dir besondere Ziele oder Vorsätze gesetzt, die Du mit uns teilen möchtest?
Auch wenn 2018 nicht schlecht war, freue ich mich sehr auf 2019 – und habe gleichzeitig Angst davor. Zum ersten Mal räume ich meinem Autorendasein mehr Arbeitszeit ein – Arbeitszeit, nicht Freizeit. Das bringt einen gewissen neuen Druck mit sich, aber ich habe mir vorgenommen, mich davon weder beeindrucken, noch beeinflussen zu lassen. Es kommt alles, wie es kommt, und darauf freue ich mich.

Liebe Tina, Vielen Dank für das Interview.

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