Rezension

Sofia Lundberg – Der lange Weg nach Hause

Das Buch wurde mir von der Agentur Literaturtest als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung. Für den Beitrag habe ich kein Geld erhalten.
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Vor knapp drei Jahren hat mich Sofia Lundberg mit ihrer Geschichte „Das rote Adressbuch“ wirklich verzaubern können. Deswegen freute ich mich sehr darüber auch ihr neues Buch „Der Weg nach Hause“ lesen zu dürfen. Lundberg überzeugt wieder mit ihrem sehr ruhigen Erzählstil, konnte mich aber emotional nicht so sehr vom Hocker reißen, wie „Das rote Adressbuch“.

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Klappentext.
Es ist Sommer auf Gotland. Viola, die seit jeher auf der Insel lebt, verbringt glückliche Tage umgeben von ihren Töchtern, Enkeln und Urenkeln. Doch ein Anruf aus Paris stellt ihr Leben auf den Kopf. Jahrzehntelang hat sie die Stimme ihrer besten Freundin nicht gehört und jetzt teilt Lilly ihr mit, dass sie sterben wird. Viola steht unter Schock. Denn mit einem Mal sind sie wieder da – die längst verdrängten Erinnerungen an die Vertraute aus Kindertagen. Kurzerhand beschließt Viola nach Paris zu reisen, um Lilly zu suchen. Denn sie weiß, dass sie keinen Frieden finden wird, ehe sie nicht erfährt, warum Lilly damals ohne ein Wort verschwand.

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Der Weg nach Hause ist die Geschichte einer langen Freundschaft und wird über zwei Zeitschienen erzählt. 2019 ist Viola bereits eine ältere Dame, hatte ein recht glückliches Leben. Doch die Trennung zu ihrer besten Freundin Lilly hat sie nicht losgelassen.

Abwechseln springen wir in den Kapiteln zwischen 2019 und der Vergangenheit zurück, denn die eigentliche Geschichte beginnt am 12. August 1949. Viola und Lilly sind die besten Freundinnen, wohnen direkt nebeneinander und wachsen doch in so unterschiedlichen Verhältnissen auf. Viola, als einziges Kinder der Familie fehlt es an nichts. Sie wächst behütet unter der Obhut ihrer Eltern und Großmutter auf, während Lilly unter der Schar von Geschwistern nach dem Tod der Mutter von Klein an sehr viel Verantwortung übernehmen muss.

Sofia Lundberg hat ein Händchen für einen ruhigen Spannungsaufbau. Mit einer angenehmen Sprache lässt sie uns ihre zwei Protagonistinnen entdecken und mitleiden. Ich fand Lillys Schicksal schon sehr hart und die Freundschaft der beiden jungen Frauen wird immer wieder auf eine Probe gestellt.
Mir haben Viola und Lilly als so unterschiedliche Figuren sehr gut gefallen. Die Darstellung einer Freundschaft über einen so langen Zeitraum mit all seinen Höhen und Tiefen ist wirklich gelungen.
Die Frage nach dem Warum hat mich beim Lesen angetrieben. Ich muss dem Buch allerdings ankreiden, dass es gerade in der Mitte ein paar Längen hatte.

Für jemanden, der gerade eine ruhige Geschichte sucht ist Der Weg nach Hause genau das richtige. Ein Buch zum Abtauchen und Versinken. Stellt euch schon mal Tee und Kekse bereit!

 

 


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Das Buch habe ich seitens der Agentur als Leseexemplar bekommen. Für die Rezension habe ich kein Geld erhalten. Der nachfolgende Link führt zur Internetseite des Verlages und der Agentur.

Sofia Lundberg | Der Weg nach Hause
Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps
Goldmann Verlag | 366 Seiten
Literaturtest

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