Steve Hockensmith mit Lisa Falco – Weiße Magie

 

Es ist fantastisch, dass man mit Büchern auch immer wieder etwas Neues wagen kann. Niemals und unter gar keinen Umständen hätte mich dieses Cover oder der Klappentext von „Weiße Magie“ angesprochen. Denn mit Tarotkarten und Kristallkugeln habe ich wirklich gar nichts am Hut. Im Frühjahr erschien bereits der dritte Teil der Reihe und meine Kollegin war ganz aus dem Häuschen, als das Buch morgens mitkam. Sie schwärmte unentwegt von den Büchern und meinte ich müsste es unbedingt mit dem ersten Teil versuchen. Das widerstrebte mir eigentlich total. Ich war unheimlich skeptisch, aber als sie mir die ersten zwei Teile dann mitbrachte, konnte ich schlecht Nein sagen, ohne wenigstens einen ganz kurzen Blick hineinzuwerfen. Danach habe ich es quasi nicht mehr aus der Hand gelegt.

Alanis McLachlan hat sich nach der Flucht vor ihrer Mutter ein neues Leben aufgebaut. Weit weg und ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen. Doch die Vergangenheit musste sie ja einholen. Mit dem Tod ihrer Mutter erbt sie einen Laden für okkulten Bedarf „Weiße Magie“, in Arizona. Alanis glaubt nicht an Tarot und will von den Trickbetrügereien ihrer Mutter nichts mehr hören. Trotzdem lässt es sie nicht mehr los. Irgendjemand hat ihrer Mutter ermordet und dem Täter kann man das Handwerk offenbar nur mit Hilfe der Karten legen.

Ich und Tarot?

„Am Anfang wars ein Spiel“. erklärte ich. „Und auch jetzt kommt’s mir meistenss noch so vor, als würde ich nur so tun als ob, wenn ich jemandem aus den Karten lese. Aber es hat irgendwas, GW. Ich kann’s auch nicht erklären. Ich verstehe es selbst nicht ganz. Es… passt eben einfach. Manchmal jedenfalls“ –  (S. 151 – Weiße Magie Direkt ins Schwarze – DTV 2018)

Mir ist Alanis als Figur so sympathisch, weil sie mit dem Kartenlegen, Pendeln und Horoskopen genau so viel am Hut hat wie ich. Trotzdem übernimmt sie den Laden ihrer Mutter: Zum einen um ihren Mörder zu finden und weil sie die Betrügereien ihrer Mutter wieder gut machen möchte. In ihrem bisherigen Leben ist ganz viel schief gelaufen, aber jetzt möchte sie den Menschen eigentlich nur helfen, Verantwortung übernehmen und einfach nur ihr Leben leben. Im Laden tauchen aber immer wieder die skurrilsten Leute auf. Sogar die Mafiosi aus der Nachbarschaft haben ebenfalls ein Auge auf Alanis geworfen.

Weiße Magie ist eine Buchreihe mit Witz und Herz. Euch erwartet ganz viel zum Lachen. Ihr müsst selbstverständlich einen offenen Blick für Tarot haben, aber für mich hat sich der Einblick in diese Welt auf jeden Fall gelohnt und sollte es weitere Bände geben, werde ich diese sehr gerne weiterlesen, einfach weil mir Alanis schon ein bisschen ans Herz gewachsen ist.

 


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Das Buch habe ich von einer Kollegin geliehen. Für die Rezension habe ich kein Geld erhalten.
Der nachfolgende Link führt zur Internetseite des Verlages.

Steve Hockensmith | mit Lisa Falco
Aus dem Englischen von Britta Mümmler
dtv Verlag

 

In der Reihe erschienen:

Weiße Magie – mordsgünstig
Weiße Magie – Vorsicht Stufe!
Weiße Magie – direkt ins Schwarze

Kommentare

  1. Das klingt doch mal nach einem interessanten Buch / Reihe um mal etwas Kontrast zu haben. Danke für die Beschreibung. Mir wäre es da wie dir ergangen. Ich hätte es wohl auch nicht so gekauft. 🙂 aber zum Glück gibt es ja Freunde und Blogger, die dann ein Buch vorstellen.
    liebe Grüße
    Sandra

  2. „Weiße Magie – mordsgünstig“ liegt auch noch bei mir – leider ungelesen. Habe aber nun schon öfters gehört, dass die Bücher gut sein sollen und nach deiner Rezension werde ich vielleicht doch langsam mal reinlesen. 🙂

    Liebe Grüße
    Karin

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