Roman Achmatow – Prager Fragmente

“Was ist einfacher, als dreitausendsiebenhundertachtundzwanzig Liegestütze? Richtig: Ein Buch schreiben. Ich freue mich unendlich, euch mit „Prager Fragmente“ ein ganz besonderes Debüt vorstellen zu dürfen.

Während meines letztjährigen siebenmonatigen Aufenthaltes in der tschechischen Hauptstadt entstanden einige Texte, Bilder oder Geschichten, mit deren Hilfe ich Erlebnisse und Eindrücke festhielt und aufarbeitete.”

[Roman Achmatow über sein Debüt]

 

Roman Achmatow | Prager Fragmente
selbst publiziert
92 Seiten

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Roman Achmatow hat im letzten Jahr mehrere Monate in Prag verbracht und seine Erlebnisse festgehalten und in diesem Sommer selbst als Buch herausgebracht. Als mich die Mail mit der Rezensions-Anfrage vor ein paar Wochen erreichte, war ich zur Abwechslung nicht so skeptisch wie sonst und konnte mich direkt dafür begeistern das Buch lesen zu wollen.Weiterlesen

Natasha Friend – No. 9677

Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.

Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.

Natasha Friend | No. 9677
Magellan Verlag | 330 Seiten | 17,00 €


Mein empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
 

Wenn ich No. 9677 in der Hand halte und das Buch anlächle, dann fällt mir zunächst immer ein Titel von Richard David Precht ein: “Wer bin ich und wenn ja wieviele?”
Inhaltlich haben die beiden Bücher nur marginal etwas gemeinsam, denn  No. 9677 beschäftigt sich auch sehr mit den Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Was macht mich aus? Was macht Familie aus?

Und das Buch gibt so wunderbare Antworten!

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Liz Flanagan – Eden Summer

“Wenn wir Eden nicht finden, werde ich mir nie, nie verzeihen, was letzten Samstagabend passiert ist.”

Obwohl die schüchterne Jess und die allseits beliebte Eden so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, kann nichts die beiden trennen. Bis Eden eines Tages spurlos verschwindet! Die Suche nach der vermissten Freundin konfrontiert Jess bald mit dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit, und dann ist da noch Liam, Edens Freund, mit dem Jess mehr verbindet als sie wahrhaben will.

Liz Flanagan | Eden Summer
Carlsen Verlag | 368 Seiten | 14,95  €


Einzeltitel
Mein empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren

 

Eden Summer liest sich schnell und leicht weg, trotzdem hatte es den einen oder anderen Moment bei dem ich innehalten, gar eine Träne verdrücken musste.Weiterlesen

Tommy Wallach – We all looked up

Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid durchs All Richtung Erde trudeln würde und man eventuell nur noch zehn Wochen Zeit hätte, um all seine Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen? Peter, Eliza, Anita und Andy müssen sich kurz vor dem Schulabschluss genau dieser Frage stellen. Ihnen bleiben zehn Wochen, um all ihre Hoffnungen und ihre Herzen in die Waagschale zu werfen, denn vielleicht, vielleicht, ist es die einzige Zukunft, die sie haben. In diesem existentiellen Carpe-Diem-Szenario stellt sich für den Sunnyboy Peter ebenso wie für die ehrgeizige Anita die Frage, was für sie wirklich zählt, und auch der sorglose Andy und die fatalistische Eliza mit ihrer Nach-mir-die-Sintflut-Haltung müssen zum ersten Mal ernsthaft ihr Leben überdenken.

Tommy Wallach | We all looked up
cbt | 448 Seiten | 12,99 € |

Mein empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren

In ein paar Monaten sollte es in die weite Welt hinaus gehen. Der Schulabschluss rückte in greifbare Nähe, jetzt rast ein Asteroid auf die Erde zu. Alle Hoffnungen und Wünsche rasen an ihnen vorbei. Vier Jugendliche auf dem Weg zu sich selbst. Was möchten sie denn eigentlich vom Leben?

 Charaktere

Peter, Eliza, Anita und Andy. Vier die unterschiedlicher nicht sein könnten, decken damit sehr facettenreich die unterschiedlichsten Schubladen ab.
Peter träumt von seinem Sportstipendium, zählt schon ab wie viele Kinder er und seine Freundin später haben werden.
Anita ist so in die Normen und Regeln ihres ehrgeizigen Vaters eingeengt, dass ihr eigener Wunsch Musik zu machen, zu singen, völlig in den Hintergrund geraten ist.
Eliza wird in der Schule von allen bloß als Schlampe abgestempelt, während sie doch eigentlich nur Angst hat, dass wenn ihr Vater stirbt, sie ganz allein auf der Welt sein wird.
Und der völlig verplante Andy, von allen schon als hoffnungsloser Fall abgestempelt, will einfach bloß sein eigenes Ding drehen. Von der Welt kann man ja auch nicht viel erwarten.

Mit der Aussicht auf den Asteroiden wendet sich das Blatt und die Karten werden wieder gemischt. Was bringen einem die vielen Pläne, die Schule und die Regeln, wenn sie in 10 Wochen sowieso sterben werden? Noch einmal dass machen, was sie schon immer tun wollten, ihre Träume und Ängste überdenken.

 Meine Meinung

Der Ausbruch aus ihren Umfeldern und Schubladen war sehr spannend und beeindruckend zu beobachten. Auch wenn die Charaketere sich wider ihrer Figur verhalten haben, passte es alles in den Rahmen der Umstände und machte es zu einem tollen Entwicklungsroman.
Auch perspektivisch hat der Autor etwas ganz tolles geschaffen. Wir wechseln nicht einfach nur die Perspektive zwischen den einzelnen Figuren. Meist ist es so, dass der Perspektivenwechsel an eine Szene verknüpft ist, an der zwei Figuren beteiligt sind und der Leser anschließend die andere Figur weiter begleitet. Sehr gelungen!

 Fazit
Tommy Wallach hat ein ganz großartiges Debüt hingelegt. Ein ganz junger Autor der mich sofort von sich überzeugen konnte. Was macht das Leben lebenswert? Was möchte ich von meinem Leben. Wallach skizziert die Geschichten von vier Jugendlichen, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen und schon Pläne fürs Leben haben und lässt sie an einer großen Katastrophe reifen.

Kevin Sands – Der Blackthorne-Code

20161122_155743»Verrate es niemandem«
Bis zu dieser rätselhaften Warnung war Christopher Rowe eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Lehrling des Apothekermeisters und Alchemisten Benedict Blackthorn. Er hatte ein Dach über dem Kopf, sein Meister lehrte ihn nicht nur, wie man Mittel gegen Warzen herstellt, sondern auch wie man verschlüsselte Botschaften knackt und Rätsel löst. Doch das alles ändert sich, als eine Serie mysteriöser Morde London heimsucht. Fast immer sind es Alchemisten, die getötet werden. Christopher spürt, dass sein Meister in Gefahr ist. Ihm bleibt nur wenig Zeit, die Mörder zu enttarnen und hinter ein Geheimnis zu kommen, das so mächtig ist, dass es die Welt zerstören kann …

Kevin Sands | Der Blackthorne-Code
dtv | 330 Seiten | 15,95 € |

Mein empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren
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