Emma Garnier – Grand Hotel Angst

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben …

Emma Garnier | Grand Hotel Angst
Penguin Verlag | 315 Seiten | 13,00 €
Danke an der Verlag für das Leseexemplar!

Nell hatte sich die Flitterwochen ein wenig anders vorgestellt. Direkt bei der Ankunft im Hotel jagt der erste Schauer über ihren Rücken. Jemand verwechselt Nell mit einer anderen Frau, die vor Jahren im Hotel umgebracht wurde. Die Sache wird schnell als eine Legende abgetan, doch Nell lässt die Sache irgendwie nicht los.

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Roman Achmatow – Prager Fragmente

„Was ist einfacher, als dreitausendsiebenhundertachtundzwanzig Liegestütze? Richtig: Ein Buch schreiben. Ich freue mich unendlich, euch mit „Prager Fragmente“ ein ganz besonderes Debüt vorstellen zu dürfen.

Während meines letztjährigen siebenmonatigen Aufenthaltes in der tschechischen Hauptstadt entstanden einige Texte, Bilder oder Geschichten, mit deren Hilfe ich Erlebnisse und Eindrücke festhielt und aufarbeitete.“

[Roman Achmatow über sein Debüt]

 

Roman Achmatow | Prager Fragmente
selbst publiziert
92 Seiten

Hier bestellen!

Roman Achmatow hat im letzten Jahr mehrere Monate in Prag verbracht und seine Erlebnisse festgehalten und in diesem Sommer selbst als Buch herausgebracht. Als mich die Mail mit der Rezensions-Anfrage vor ein paar Wochen erreichte, war ich zur Abwechslung nicht so skeptisch wie sonst und konnte mich direkt dafür begeistern das Buch lesen zu wollen.Weiterlesen

Eva Völler – Auf ewig dein & Zeitenzauber

Das hier wird eine wohl mal ganz andere und verrücktere Rezension als sonst. Ganz frisch erschienen ist Auf ewig dein, der Auftakt zur neuen Trilogie von Eva Völler. Diese schließt an den Abschluss der Zeitenzauber Trilogie an.
Ich habe im Juni zunächst Auf ewig dein und danach Die magische Gondel gelesen, weil mich das Cover so begeistert hat und ich den ultimativen Test wagen wollte: Kann man die neue Reihe lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennen?

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Mein erstes Halbjahr 2017 – Jugendromane

Mein Halbjahres-Rückblick Teil 2 befasst sich wie bereits angekündigt mit genau den fünf Jugendromane, die für mich besonders waren. Ich hoffe hiermit, die Bücher, dem ein oder anderen ans Herz legen zu können. Das Lesen lohnt sich in allen Fällen sehr!

 

 The sun is also a star von Nicola Yoon

Ihr aktueller im Kino laufender Titel „Du neben mir“ hat mich bereits verzaubert. Und auch ihr neues Buch fasziniert mit zwei ganz tollen, aber unterschiedlichen Charakteren. Die Stadt die niemals schläft präsentiert sich von ihrer multikulturellen Seite und erzählt die traurige Geschichte eines jungen Mädchens, das abgeschoben werden soll. Ein einziger Tag, der von Stunden der Hoffnung und Verzweiflung geprägt ist.

In einem fremden Wald von Doris Dörrie

Diese Novelle lässt einen nicht mehr los. Erzählt wird die Geschichte des kleinen Mädchens Pula, das von ihrer Mutter losgeschickt wurde, damit sie ein besseres Leben führen kann, ohne Angst vor den Monstern, die ihre Heimat zerstört haben. Ganz alleine ist Pula auf dem Schlauchboot und alleine läuft sie weiter und weiter. Sie wagt immer nur einen kurzen Blick aufs Handy, einen kurzen Blick zum Foto ihrer Familie, bevor der Akku des Gerätes endgültig aufgibt. Aber Pula gibt nicht auf. Doch dann erreicht sie diese Hütte im Wald.
In einem fremden Wald ist traurig und emotional geladen. Man möchte helfen und ist beim Lesen doch so gelähmt.

 

Cavaliersreise von Mackenzie Lee

Dies ist tatsächlich erst mein zweites Königskind und ich hatte so viel Spaß beim Lesen. Das Buch entführt in eine spannende Story ins 18. Jahrhundert und wir beobachten die abenteuerliche Reise des jungen adeligen Monty zu sich selbst. Es gibt ganz viel zu Lachen und ist dennoch so ernst. Mir hat es sehr gut gefallen, wie das Thema Homosexualität in einem historischen Roman verpackt wurde. Die Liebesgeschichte ist nicht so ausgeprägt, deswegen würde ich es eigentlich auch mehr als einen Abenteuerroman bezeichnen.

Eden Summer von Liz Flanagan

Eden Summer liest sich schnell und leicht weg, trotzdem hatte es den einen oder anderen Moment bei dem ich innehalten, gar eine Träne verdrücken musste. Wie schrecklich kann der Tag nur werden, wenn die beste Freundin vermisst wird? Wer offen für etwas kurzweiliges für zwischendurch ist, der kann mit Eden Summer wohl nichts falsch machen.

 

Fangirl von Rainbow Rowell

Ich glaube Fangirl dürfte das Buch für Booknerds werden. Einfach ein Buch für jeden, der für etwas schwärmt. Ich habe früher selbst Fanfiktions geschrieben und habe mich immer und immer wiedererkennen können. Ihr müsst Fangirl einfach lesen!

 

Ganz viele liebe Grüße

Chrissi

 

Krystyna Kuhn – Monday Club – Das erste Opfer

Krystyna Kuhn ♣ Monday Club – Das erste Opfer ♣
Oetinger ♣ 384 Seiten ♣  16,99 € ♣ 4/5 Punkte
Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und Wahrheit!

Bei der sechzehnjährigen Faye Mason wurde bereits in früher Kindheit idiopathische Insomnie diagnostiziert, eine seltene Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.

Meine ersten Erfahrungen mit Krystyna Kuhn habe ich bereits mit „Das Tal – Das Spiel“ gesammelt. Packend und spannend erzählt, kann ich nicht behaupten, dass es am Schreibstil lag, warum ich die Reihe nie weiter fortgesetzt habe. Vielmehr war es der verwirrende Plot, der mich durcheinander brachte. Die Kunst den Protagonisten und den Leser aufs Glatteis zu führen, führt Frau Kuhn auch in ihrer neuen Trilogie um den Monday Club fort. So undurchsichtig und verworren, wie man es selten wiederfindet…

Meine Meinung
Dass ich Monday Club unbedingt lesen wollte, das stand völlig außer Frage. Es war eines der ersten Bücher, das mir in der Vorschau direkt ins Auge gesprungen ist. Denn zur Abwechslung hatten wir hier mal wieder eine interessante Geschichte, die nicht als Dystopie oder Fantasy-Roman angelegt ist. Gerade im Jugendbuch ist es fast schon schwierig geworden dazwischen etwas anderes zu finden.

Eingetaucht in die Welt von Faye, verschwimmen die Grenzen von Realität und Träumerei ein wenig. Faye leidet an einer seltenen Schlafkrankheit. Oft kann sie gar nicht schlafen und muss Tabletten nehmen, die es ihr erst ermöglichen die Augen für eine gewisse Zeit überhaupt schließen zu können. Stellt euch mal vor ihr wärt unglaublich müde und könntet aber nicht einschlafen. Ich mag dieses Gefühl wirklich gar nicht.
Doch wenn Faye unter den Medikamenten wach wird oder trotzdem nicht schläft, dann vermischen sich ihre Wahrnehmungen und letztlich kann sie sich nachher nicht mehr genau daran erinnern, ob sie Dinge nun wirklich erlebt hat, oder nur geträumt.
Diese Idee fand ich wirklich interessant und teilweise auch gut umgesetzt. Für mich als Vielleser war es aber relativ schnell ersichtlich, was nun tatsächlich passiert war und was nicht. Hier hätten die Dinge ruhig noch viel weiter verschwimmen dürfen.

Was mich insgesamt ein wenig gestört hat, war das an einigen Stellen sehr klischeehafte Gesamtbild. Dies Stach immer wieder sehr exemplarisch hervor und störte das sonst so außergewöhnliche Buch. Gerade die Charaktere um Faye herum waren meines Erachtens doch sehr durchschaubar. Obgleich das Ende des Buches nicht vorhersehbar war.

Fazit
Einmal das Buch zugeklappt wollte ich sofort das nächste haben. Die Verstrickungen waren spannend, logisch und bis zum Schluss nicht zu durchschauen. Bloß die Charaktere waren meiner Meinung ein bisschen schwach im Gegensatz zum Rest des Buches. Ein spannendes Mystery-Abenteuer, welches ich gerne weiterverfolgen werde!