S. J. Kincaid – Diabolic

Eine Diabolic ist stark.

Eine Diabolic kennt kein Mitleid.

Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.

Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …

S.J. Kincaid | Diabolic
Arena | 485 Seiten | 18,99 €
Danke an der Verlag für das Leseexemplar!

Gen-Manipulationen. Roboter-Menschen – Das war nie so mein Ding. Seit ich angefangen habe auch ein wenig Sci-Fi zu lesen, springen mir aber immer mehr Bücher ins Auge, bei denen ich um diese Themen nicht drum herum komme. Vom Cover her hat mich Diabolic gar nicht so angesprochen, trotzdem ist das Leseexemplar von der Arbeit in meiner Tasche gelandet – und das Buch hatte mich seither auch böse angeguckt.

Dann habe ich angefangen zu lesen und ich habe es nicht eine Seite lang bereut.
Diabolic ist ein ganz großartiges Spektakel.

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Mein erstes Halbjahr 2017 – Jugendromane

Mein Halbjahres-Rückblick Teil 2 befasst sich wie bereits angekündigt mit genau den fünf Jugendromane, die für mich besonders waren. Ich hoffe hiermit, die Bücher, dem ein oder anderen ans Herz legen zu können. Das Lesen lohnt sich in allen Fällen sehr!

 

 The sun is also a star von Nicola Yoon

Ihr aktueller im Kino laufender Titel “Du neben mir” hat mich bereits verzaubert. Und auch ihr neues Buch fasziniert mit zwei ganz tollen, aber unterschiedlichen Charakteren. Die Stadt die niemals schläft präsentiert sich von ihrer multikulturellen Seite und erzählt die traurige Geschichte eines jungen Mädchens, das abgeschoben werden soll. Ein einziger Tag, der von Stunden der Hoffnung und Verzweiflung geprägt ist.

In einem fremden Wald von Doris Dörrie

Diese Novelle lässt einen nicht mehr los. Erzählt wird die Geschichte des kleinen Mädchens Pula, das von ihrer Mutter losgeschickt wurde, damit sie ein besseres Leben führen kann, ohne Angst vor den Monstern, die ihre Heimat zerstört haben. Ganz alleine ist Pula auf dem Schlauchboot und alleine läuft sie weiter und weiter. Sie wagt immer nur einen kurzen Blick aufs Handy, einen kurzen Blick zum Foto ihrer Familie, bevor der Akku des Gerätes endgültig aufgibt. Aber Pula gibt nicht auf. Doch dann erreicht sie diese Hütte im Wald.
In einem fremden Wald ist traurig und emotional geladen. Man möchte helfen und ist beim Lesen doch so gelähmt.

 

Cavaliersreise von Mackenzie Lee

Dies ist tatsächlich erst mein zweites Königskind und ich hatte so viel Spaß beim Lesen. Das Buch entführt in eine spannende Story ins 18. Jahrhundert und wir beobachten die abenteuerliche Reise des jungen adeligen Monty zu sich selbst. Es gibt ganz viel zu Lachen und ist dennoch so ernst. Mir hat es sehr gut gefallen, wie das Thema Homosexualität in einem historischen Roman verpackt wurde. Die Liebesgeschichte ist nicht so ausgeprägt, deswegen würde ich es eigentlich auch mehr als einen Abenteuerroman bezeichnen.

Eden Summer von Liz Flanagan

Eden Summer liest sich schnell und leicht weg, trotzdem hatte es den einen oder anderen Moment bei dem ich innehalten, gar eine Träne verdrücken musste. Wie schrecklich kann der Tag nur werden, wenn die beste Freundin vermisst wird? Wer offen für etwas kurzweiliges für zwischendurch ist, der kann mit Eden Summer wohl nichts falsch machen.

 

Fangirl von Rainbow Rowell

Ich glaube Fangirl dürfte das Buch für Booknerds werden. Einfach ein Buch für jeden, der für etwas schwärmt. Ich habe früher selbst Fanfiktions geschrieben und habe mich immer und immer wiedererkennen können. Ihr müsst Fangirl einfach lesen!

 

Ganz viele liebe Grüße

Chrissi

 

Christina Kabus – Töchter des Nordlichts

Christina Kabus | Töchter des Nordlichts
Lübbe | 559 Seiten | 4/5 Punkte

 

DURCH DIE JAHRHUNDERTE GETRENNT. DURCH EINE GEMEINSAME GESCHICHTE VEREINT

Oslo, 2011. Nora ist längst erwachsen, als sie von ihren samischen Wurzeln erfährt. Instinktiv spürt sie, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in das Land ihrer Urahnen reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr zunächst fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft. Gemeinsam mit ihm begibt sie sich auf die Spuren ihrer Vorfahren. Dabei stößt sie auf die Geschichte des samischen Mädchens Áilu, das vor fast hundert Jahren in der eisigen Finnmark lebte. Schon bald ahnt sie, dass Áilus ungeheuerliches Schicksal eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist.
Erwartungen
Der erste Teil “Im Land der weiten Fjorde” aus dem letzten Jahr hatte mir sehr gut gefallen und so stieß die Anfrage, ob ich auch den zweiten Teil lesen möchte, bei mir natürlich auf große Freude.
Die Geschichte von Nora, die im ersten Teil nur eine Nebenrolle hatte, wird in “Töchter des Nordlichts” fortgeführt und der Leser soll Nora auf die dunkle Seite der Geschichte Norwegens begleiten. Darauf war ich also wirklich sehr gespannt. Gefreut habe ich mich auch auf ein Wiedersehen mit Bekannten Gesichtern, die einen durch die Geschichte begleiten. Zudem durfte ich beim auspacken des Buches bereits feststellen, dass das Cover irgendwie ein wenig leuchtet. Gefiel mir sehr gut und steigerte auf jeden Fall die Vorfreude enorm!

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Liz Balfour – Emmas Geheimnis

Liz Balfour | Emmas Geheinis
Heyne | 367 Seiten  | 2/5 Punkte
Zwei Frauen, eine tragische Liebe und ein dunkles Geheimnis
Kate will eigentlich nur vergessen. Nach dem Tod ihres Mannes Brian vor einem halben Jahr hat sie sich in ihr Heiatsdorf an der Küste Irlands zurückgezogen. Mit der Unterstützung ihrer Eltern und ihrer Jugendliebe Sam kommt sie langsam zur Ruhe.
Eines Tages steht plötzlich ihre Schulfreundin Emma vor der Tür. Die beiden Frauen knüpfen an vergangene Zeiten an, doch Emma scheint etwas zu verheimlichen. Kurz darauf macht Kate eine unangenehme Entdeckung, die ihr bisheriges Leben vollkommen in Frage stellt, und ihr wird klar: Wenn sie wirklich neu beginnen will, muss sie sich mit der Vergangenheit aussöhnen.
Meine Meinung

Das Cover hat für mich etwas sehr romantisches und ist mir daher letzten Herbst im Katalog auch sehr gut in Erinnerung geblieben.

Da ich ja sehr gerne Bücher mit Familiengeheimnissen usw. stehe war es auch nur eine Frage der Zeit bis ich das Buch als das meine bezeichnen durfte. Schreibstil und Dialoge sprechen nicht so wirklich richtig für die Autorin, denn die Dialoge konnten mich leider nicht richtig fesseln, waren für mein empfinden etwas zu platt. Zudem konnte ich “Das Geheimnis” bereits auf den ersten 30 Seiten sehr gut erraten, was ja nicht gerade für ein sehr spannendes Buch spricht. Auch die Charaktere um Kate herum wirkten auf mich manchmal wie aus einem Katalog ausgeschnittene Figuren. Es wurde für eine bestimmte Rolle jemand gesucht und stur nach diesem Verhaltensmuster agierten sie dann auch.

Lediglich die sehr romantische Vorgeschichte von Kate und Brian konnten bei mir minimal Punkten. Sein potenzial konnte das Buch damit aber leider überhaupt nicht ausschöpfen.

M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedan | Das Licht zwischen den Meeren
Limes | 444 Seiten | 5/5 Punkten

 Ob richtig oder falsch – manchmal muss man seinem Herz folgen.

 1926, Janus Rock. Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt.
Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdeckenm in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neugeborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat…
Das Buch & Ich
Erstmals auf dieses Wunderwerk aufmerksam geworden bin ich Mitte des Jahres bei einer Gewinnspiel-Verlosung. Den Klappentext fand ich richtig spannend. Ich habe in diesem Jahr ja bereits einige Bücher gelesen die in Australien spielen, da konnte sich dieses Buch sehr schön mit einreihen. Gelesen habe ich es bereits Ende November und beenden konnte ich es dann in den ersten Dezembertagen. Als Start in einen neuen Monat war es ganz wundervoll.
Charaktere
Kann an ein Buch lieben, wenn einem der Großteil an Charakteren unsymmpathisch ist? Mit dieser Frage musste ich mich bei diesem Buch jetzt bereits mehrfach auseinandersetzen. Selten ist es mir so schwer gefallen Charaktere ins Herz zu schließen. Meistens passiert es ja ganz einfach so, ohne das man es merkt. Bei “Das Licht zwischen den Meeren” war das irgendwie ganz anders. Irgendwie stand sich da ein so ungleiches Paar gegenüber, bei dem ich mit dem weiblichen Part so gar nicht warm werden konnte. Auf der einen Seite hatten wir Tom Sherbourne, denn ich am Ende des ganzen Buches wohl als die Selbstloseste Personen des ganzen Buches bezeichnen würde. Der eine Frau wie Isabel gar nicht verdient hatte. Und trotzdem ist er bis zum ganz bitteren Ende an ihrer Seite geblieben. Ich konnte dem Charaktere von Isabel auf all den Seite leider nicht viel abgewinnen.
Auf der anderen Seite zu diesem Ungleichen Paar hatten wir noch Hannah Roennfeldt, die leibliche Mutter der kleinen Lucy, auch  Grace genannt.Das Buch war in drei Teile aufgeteilt. Die Vorgeschichte, die dazuführte das Tom und Isabel das Baby behielten, einem zweiten Teil der die gemeinsame Zeit mit Lucy beschreibt bis zu dem Zeitpunkt wo die Sache auffliegt und einem dritten Teil der alles umfasst, was danach passiert.

Ich muss dabei auch anmerken, dass ich Isabel bis zur Mitte des Buches sogar noch in Ordnung fand. Das was der Leser für sie empfand, Mitleid, war eigentlich auch genau das was Isabel vermeiden wollte. Sie wollte nicht, dass sie Leute sie so mitleidig ansahen oder über sie sprachen. Ihre Trauer darüber und den Schmerz über drei Fehlgeburten mag ich gar nicht nachzuempfinden und mir auch gar nicht vorstellen zu können, trotzdem nahm ihr Charakter dann eine so negative Entwicklung, dass ich mich bloß immer wieder fragen konnte: Du hast selbst drei Kinder verloren, wie kannst du soetwas tun? 

Während das Kind Lucy, erstmals auf den Namen Grace getauft, eigentlich gar nicht weiß wie ihr geschieht und bei der ganzen Sache gar keiner an das Kindeswohl denkt, sondern bloß daran, wer Recht hat, zerbricht das Kind ja doch irgendwie an der Situation von ihren vermeintlichen Eltern getrennt zu sein und nun bei einer ihr völlig fremden Frau zu sein, die sie Mama nennen soll. Lediglich Hannahs Schwester erscheint mir der einzige Charakter im Buch zu sein, der erkennt, dass man hier nicht auf sein Recht pochen darf. Ich fand es so unglaublich traurig wie zwei Frauen so egoistisch um ein Kind kämpfen können ohne dabei an irgendwas anderes als ihr eigenes Recht zu denken.

Fazit

Die Geschichte um das kleinen Baby das in einem Ruderboot gefunden und von Tom und Isabel als ihr eigenes aufgenommen wurde, um dann später festzustellen, dass es ein Fehler war, war so traurig und gefühlvoll beschrieben. Eigentlich reichen ein paar Sätze zu diesem Buch gar nicht aus um in die Tiefe zu gehen, die das Buch einem bietet.

Ganz egal wie man das Blatt dreht oder wendet: Ganz am Ende konnte das Buch so oder so kein Happy End haben. Den bei dem Kampf um ein Kind, geht am Ende ja immer jemand leer aus. Ich kann an dieser Stelle gar nicht sagen, ob ich das Ende so mochte. Irgendwie war mir klar, dass es so kommen musste. Trotzdem hat mich die Geschichte so gefesselt und an mir gezerrt. Am Ende habe ich mich gefragt, ob es mir überhaupt zusteht so über Isabel urteilen zu dürfen, aber mir erschien ihr Verhalten immer so egoistisch, dass ich sie einfach nicht mögen konnte. Den Egoismus den ich bei Hannah hingegen sehen konnte, fand ich dahin gehend irgendwie nachvollziehbarer. Bin ich da jetzt unfair?

Jedenfalls bleibt mir nichts anderes zu sagen, als dass mich dieses Buch ganz verzaubert und fasziniert hat. Von mir gibts Volle Punktzahl für dieses Drama.

Besten Dank an den Limes Verlag für das Leseexemplar!