Cecelia Ahern – Flawed

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.
[Qulle Klappentext: Fischer Verlag ]

Cecelia Ahern | Flawed
Fischer Verlag | 480 Seiten | 18,99 €


Dilogie
Mein empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren

Flawed ist die zweite Jugend-Dystopie bei der ich mich Frage, wie gruselig realistisch eine solche Welt scheint. Wer moralisch fehlerhaft ist, wird vors Gericht gezerrt und dafür verurteilt. Ganz egal ob er mit seinem “Vergehen” überhaupt ein Gesetz gebrochen hat oder nicht. Denn welche Gesellschaft braucht fehlerhafte Menschen?Weiterlesen

Mein erstes Halbjahr 2017 – Jugendfantasy

Das hätte früher nie einer geglaubt, meine Schwester glaubt es heute noch nicht, aber ich liebe Jugendfantasy. In meiner alten Buchhandlung war ich bei den Kollegen sogar die Fantasyexpertin. (Ist nicht so schwer, wenn es sonst keiner liest.)

Ich habe jedenfalls seit Beginn des Jahres schon einiges gelesen und stelle euch heute meine Highlights vor. Ich liste aber am Ende des Beitrags auch alle Fantasy-Titel mit Bewertung auf, die ich in diesem Jahr bereits gelesen habe.

 

Young Elites von Marie Lu
Eine Rezension zu diesem Titel habe ich bereits geschrieben, denn er hat mir unglaublich gut gefallen. Young Elites entführt in eine Fantasywelt zwischen Masken und Magie, wie Venedig in der Renaissance. Über die Protagonistin kann ich nur immer wieder fluchen, doch die Story ist einfach mitreißend und gut.
Teil 2 erscheint am 11. Oktober 2017Weiterlesen

Sophie Jordan – Infernale

infernale
Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt, Überdurchschnittlich. Begnadet.
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden.
Jemand.
Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin.

 

Als Davy in einem DNA-Testpositiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?

 

Sophie Jordan ♣ Infernale
Loewe ♣ 380 Seiten ♣  17,95 € ♣ 5/5 Punkte
1. Teil der Trilogie

 

Davy ist der Traum von einem Kind. Keine Probleme mit irgendwas. Ein Wunderkind. Ein fantastisches Gehör. Davy spielt mehrere Instrumente, hat eine wunderschöne Stimme und bereits eine Zusage für Juilliard, als alles ganz anders kommt. Nachdem man das HTS-Gen entdeckt hatte, bricht überall Panik aus. Das Mörder-Gen verunsichert die Menschheit.

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Victoria Aveyard – Die Farben des Blutes 01 – Die rote Königin

Victoria Aveyard ♣ Die Farben des Blutes 01 – Die rote Königin
Carlsen ♣ 512 Seiten ♣  19,99 € ♣ 4/5 Punkte
Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben; und das vieler anderer. Denn ihr Eingreifen setzt einen gefährlichen, tötdichen Tanz in Gang, bei dem Prinz gegen Prinz steht. Verstand gegen Herz- Und Mare zwischen allen.
Dytopie kollidiert mit fantastischen Elementen. Prinzessin werden, düstere Zeiten der Unterdrückung – alles Dinge die wir irgendwie schon kennen, und doch schafft es Victoria Aveyard im ersten Teil von Die Farben des Blutes eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen, die mich Seite für Seite neu verzauberte. Im Dümpel der Dystopien mal wieder etwas das heraussticht und mich vom Hocker hauen konnte!
Meine Meinung

Dystopie kann jeder. Fast schon wie jeder ein Buch schreiben kann. Und während sie so wie Pilze aus dem Boden sprießen, warten wir auf das Blümchen zwischen all dem Unkraut. Auch wenn die Kulisse in Die rote Königin sehr brutal und düster erscheint, scheinen hier auch die politischen Motive und Fäden stärker durchdacht und ausgearbeitet worden zu sein. Etwas, auf das ich mich in einem dystopischen Roman eigentlich immer am meisten freue.

Die Welt ist geteilt in zwei Gruppen von Menschen: jene mit silbernem und jene mit rotem Blut. Mare, zugehörig zu den Roten, veruscht in einer Stadt Geld zu stehlen, um sich damit vom Kriegsdienst frei zu kaufen., was in einer Katastrophe für ihre Familie endet. Eines Abends trifft sie auf einen Fremden, der ihr Geld gibt, und ihr kurz darauf Arbeit für den Silbernen-Adel verschafft. Dort unter den Augen aller zeigen sich Mares besondere Fähigkeiten, die sonst nur mit silbernem Blut verbunden sind. Um die Sache zu vertuschen nimmt die Königsfamilie sie unter einem falschen Vorwand bei sich auf.

Die politische Situation im Land und die Auswirkungen der Rebellion sind allgegenwärtig, verleihen dem Buch dadurch eine bittere Unternote. Dadurch wird man ständig daran erinnert, dass obwohl Mare nun in der vermeintlich friedlichen Welt lebt, dort draußen, außerhalb der Schlossmauern ein Krieg tobt.

Die sehr vielen Charaktere werden meines Erachtens dafür aber leider oft nur oberflächlich vorgestellt. Vielleicht auch nur, weil Mare sich den Charakteren nicht weiter nähert und besser kennenlernt und wir eben doch nur so viel erfahren wie sie selbst. Aber auch Charaktere die ihr näher stehen fehlt es leider ein wenig an Tiefgang. An dieser Stelle freue ich mich schon auf den nächsten Teil um hier vielleicht mehr zu erfahren.
Protagonistin Mare selbst konnte mich leider auch nicht völlig von sich überzeugen. Ist in manchen Büchern eine Dreiecksbeziehung spannend aufgestellt, haben wir hier eine Art von Vierecksbeziehung, die den Bogen ein wenig überspannt. Empfand ich als unnötig. Zumal Mare hier sehr unreif wirkte und mir teilweise echt auf die Nerven ging.

Fazit
Mit Die rote Königin hat Victoria Aveyard eine neue Trilogie ins Rollen gebracht, auf dessen Fortsetzung ich unglaublich gespannt bin. Mit herausragenden Beschreibungen und Ideen konnte mich das Buch verzaubern. Lediglich die Charaktere schwächeln etwas.

Ein großes Muss für Fans von “Die Tribute von Panem” und “Red Rising”

Kiera Cass – Die Selection Reihe

Sind die Cover nicht einfach unsagbar schön? Alleine die Cover sind ja tatsächlich schon ein Kaufgrund für sich, ganz unabhängig vom Inhalt. Und ganz ehrlich? Auch ich bin den Covern verfallen und hatte das Gefühl den ersten Teil der Selection Reihe nur deswegen unbedingt im Regal haben zu müssen. Bei solchen Dingen denkt mein Kopf nicht mehr rational, wenn er denn überhaupt noch denkt.
Nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte, setze bei mir zunächst die Ernüchterung ein und meine Erwartungen an den zweiten Teil schrumpften. Würde ich den dritten überhaupt jemals lesen? War ich da in eine böse Cover-Falle geraten? Nachdem ich jetzt schließlich alle drei Bücher gelesen habe, kann ich auf jeden Fall sagen: Ausgezeichnetes Marketing.
Ich hab selber noch nie den “Bachelor” im Fernsehen gesehen. Ich konnte mir aber trotzdem ganz gut vorstellen, was andere meinten, wenn sie die Bücher mit der Serie verglichen. Die Idee hinter der Buchreihe hatte irgendwas magisches, was mich trotz aller Klischees irgendwie doch sehr anzog. Die Reihe hatte was Mädchen-Märchenhaftes, was mich auch davon absehen ließ, dass an ganz ganz vielen Stellen das Potenzial nicht ausgeschöpft wurde. Der Schwerpunkt der Reihe lag eben einfach auf dem Casting. Darauf das America nicht in das perfekte Bild passte, rund herum um schöne Kleider und den Traum kleiner Mädchen vielleicht eines Tages Prinzessin werden zu können.
Zielgruppe sind laut Verlagswebsite (habe extra noch mal nachgeschaut) Jugendliche ab ca. 14 Jahren. Und vielleicht bin ich mit Anfang 20 da jetzt mittlerweile doch ein wenig rausgewachsen. Gerade was so politische Dinge in der Geschichte angeht hätte man viel mehr erzählen können. Ausgerechnet der erste Band ist was das angeht sehr mager und führt einen nicht mal richtig in die Welt Illeá ein. Sehr schade. Und wo doch jetzt so viele Dystopien auf dem Markt sind, sind es doch auch solche Dinge die die eine Dystopie von der anderen unterscheiden, oder erwarte ich da zu viel?
Mein abschließendes Fazit zum Abschluss der Reihe fällt dennoch positiv aus. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn America mir als Protagonistin nicht sehr gut gefallen hat. Während sich andere Charaktere entwickelten, hatte ich bei ihr immer das Gefühl sie ist auf der Stelle stehen geblieben und hat die gleichen Fehler immer wieder gemacht. Ich war hin- und hergerissen und konnte mich tatsächlich nicht so ganz einfach für eine abschließende Bewertung entscheiden. Habe mich dann aber für großzügige 4 Schildkröten entschieden, weil es eben doch irgendwo mehr als Durchschnitt war.
 Aussichten

Ich persönlich habe nur die drei Hauptbände (so nenne ich sie jetzt einfach mal) gelesen. Ehrlich gesagt finde ich den ganzen Firlefanz um die Kurzgeschichten Bücher ein wenig übertrieben und werde sie wohl nicht lesen. Das ist mir ein wenig zu viel des Guten. Auf Grund des Erfolgs wurde die Reihe ja offenbar auch noch fortgesetzt und bereits ab dem 23. Juli kann man die deutsche Übersetzung des Vierten Teils kaufen.

Alleine die Tatsache, dass es einen Vierten Teil gibt, spoilert ja gewissermaßen bereits das Ende vom Abschluss des dritten Teils. Ich bin auf dieses vierte Buch wirklich sehr gespannt. Wieder ein Casting. Obwohl das Ziel doch war die Kasten abzuschaffen. Werden das jetzt tatsächlich 3 Bücher um die Kronprinzessin? Irgendwie hatte ich gehofft die Reihe innerlich mit Der Erwählte abschließen zu können. Das Cover vom vierten ist aber erneut wieder so schön und es reizt mich ja dann doch ein wenig. Ich lasse das einfach noch ein bisschen auf mich zukommen.