Wir lesen Frauen – Adventskalender 1.01. – Leni Wambach

(C) Jey Jones

 

#WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Leni Wambach mit ihrem Roman über Feuer und Wasser. Außerdem könnt ihr heute bei Eva auf Schreibtrieb Sonya Winterberg kennenlernen.

 

 

Schreibtrieb: Liebe Leni, willkommen beim #WirlesenFrauen Neujahrskalender. #WirlesenFrauen schafft Aufmerksamkeit für Autorinnen. Welche Autorin bewunderst du?

Leni Wambach: Einer meiner Lieblings-Autorinnen ist „Isabel Allende“. Sie erzählt nicht nur außergewöhnliche Geschichten, die einen zum Lachen, aber auch zum Weinen bringen, die Hauptrolle spielen auch immer starke Frauenfiguren, die sich gegen die Widrigkeiten der Welt, und manchmal auch gegen die Männer, durchsetzen müssen, um ihre Freiheit zu erlangen – oder zu behalten.

Schreibtrieb: Ich lese ihre Bücher auch sehr gerne. Hast du ein Patentrezept für Weihnachtsstimmung?

Leni Wambach: Ich komme immer dann in Weihnachtsstimmung, wenn wir zu Hause unsere typischen Rituale ausführen. Weihnachtslieder auf Geige und Klavier spielen, Plätzchen backen, Adventskranz basteln (da darf der Eierlikör nie fehlen …) und spätesten, wenn wir unter Prusten und „du machst das falsch, lass mich!“ den Weihnachtsbaum schmücken, bin ich vollends in Weihnachtsstimmung.

Schreibtrieb: Schreibst du nach (Zeit-)Plan?Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 28.12. – Laura Jäger

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Laura Jäger und ihre Lyrikhäppchen. Außerdem könnt ihr bei Eva auf Schreibtrieb heute Hilde Willes kennenlernen.

Schreibtrieb: Liebe Laura, was bedeutet Feminismus für dich?

Laura Jäger: Ich würde mich selbst nicht als Feministin bezeichnen. Stattdessen versuche ich, auf Gleichberechtigung und noch besser Gleichbefähigung hinarbeiten. Feminismus finde ich gut, solange er versucht Nachteile auszugleichen. Das finde ich, sollte auch die Bedeutung des Begriffs sein.

Schreibtrieb: Wie ist das Verhältnis Autorin/Autor in deinem Bücherregal?

Laura Jäger: Dafür müsste ich mein Bücherregal durchgehen. Ich achte nicht wirklich darauf, gleich viele Bücher von Frauen und Männern zu kaufen, und bei Pseudonymen weiß ich es oft gar nicht. Speziell in der Phantastik wende ich mich aber immer mehr von den bekannten männlichen Autoren ab, auch da diese oft schlechte Frauenbilder enthalten.

Schreibtrieb: Glaubst du, Männer schreiben anders als Frauen?

Laura Jäger: Nein, oft kann ich nicht sagen, ob das Buch von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurde. Bei Abgekürzten Namen oder offenen Pseudonymen lag ich mit Vermutungen schon oft falsch.Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 18.12. – Susanne Eisele

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Susanne Eisele mit ihrer Hänsel und Gretel Adaption Kein Schnee im Hexenhaus. Bei Eva auf Schreibtrieb könnt ihr ihre Kollegin von der Märchenspinnerei Christina Löw mit ihrer Version des gestiefelten Katers treffen.

Schreibtrieb: Liebe Susanne, schön, dass du dabei bist. Sei mal ehrlich, wie ist das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal?

Susanne Eisele: Früher waren es eindeutig mehr Autoren. Bei den Neuerwerbungen würde ich schätzen, dass 80% der Bücher von Autorinnen sind. Irgendwann dürfte das Verhältnis dann ausgeglichen sein. Wobei meine Lieblingskrimis von Elizabeth George sind und mein „All-time-favourite“-Fantasybuch die Erdzauber-Trilogie von Patricia McKillip ist. Da haben also eindeutig die Frauen die Nase vorn.

Schreibtrieb: Yeah! Kannst du uns auch das Buch einer Autorin empfehlen?

Susanne Eisele: Eine Empfehlung ist sehr schwierig für mich, da es sehr viele sehr gute Autorinnen gibt. Wenn ich schon die Möglichkeit habe, möchte ich gerne eher unbekannte Autorinnen empfehlen. Thriller: Glasseelen von Tanja Meurer, High-Fantasy: Stern von Erui von Sylvia Rieß, Steam-Punk: Frost & Payne von Luzia Pfyhl.

Schreibtrieb: Das sind wirklich tolle Bücher! Schreibst du selbst nach (Zeit-)Plan?

Susanne Eisele: Zugegeben nein. Das ist für mich der Vorteil am Selfpublishing, ich habe keine Deadlines. Gut manchmal setze ich mir selbst welche, wenn ein Buch für eine bestimmte Messe fertig werden soll. In der Regel schreibe ich aber dann, wenn ich wirklich Zeit und Lust dazu habe, auch wenn es so etwas länger dauert, bis ein Buch fertig ist.

Schreibtrieb: Im Winter sitze ich gewohnheitsmäßig mehr vorm PC und nasche dabei auch das ein oder andere Plätzchen. Was ist deine liebste Winternascherei?

Susanne Eisele: Das sind ganz klar Spekulatius und Vanillekipferl.Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 14.12. – Nicole Siemer

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Nicole Siemer, die als Autorin Tod sät. Auf Schreibtrieb bei Eva lernt ihr heute Catherine R. Striker kennen.

Schreibtrieb: Liebe Nicole, #WirlesenFrauen setzt sich für Autorinnen ein. Glaubst du, Frauen schreiben anders als Männer und andere?

Nicole Siemer: Ich glaube, jeder Autor und jede Autorin ist auf seine/ihre Art einzigartig. Jede Person hat ihren eigenen Stil, ihre Stärken und Schwächen. Zudem sollten Autorinnen die Romane schreiben dürfen, die ihnen zusagen, ohne sich hinter männlichen Pseudonymen verstecken zu müssen.
Daher beantworte ich die Frage mit einem klaren: Jain. Frauen schreiben anders als Männer, ja, aber nur, weil jeder Autor/ jede Autorin sich durch den ganz persönlichen Scheibstil hervorhebt.

Schreibtrieb: Wurdest du als Frau schon einmal diskriminiert?

Nicole Siemer: Nicht direkt. Aber es passiert nicht selten, dass ich seltsam angesehen werde, wenn ich sage, ich schreibe Horror. Nicht wenige Leute sind leider noch der Meinung, dass Frauen ›nur‹ Romantik schreiben können, daher habe ich es mir (wie viele andere Horror- und Thriller-Autorinnen) zur Aufgabe gemacht, die Leute eines Besseren zu belehren 3:)

Schreibtrieb: Es wintert eindeutig. Was ist dein Patentrezept für Weihnachtsstimmung?Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 8.12. – Jana Oltersdorff

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Jana Oltersdorff, die ihre Chefin das Gruseln lehrte. Bei Eva auf Schreibtrieb könnt ihr heute außerdem Nina Bilinzky kennenlernen.

Schreibtrieb: Liebe Jana, hast du mal nachgeschaut, wie das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal ist?

Jana Oltersdorff: Ich habe es nicht im Detail geprüft, weiß aber, dass da wesentlich mehr Bücher von männlichen Autoren stehen. Woran das liegt? Ich lese bevorzugt Horror, Science-Fiction, Makabres, und da haben mich vor allem die Bücher von Stephen King, Clive Barker, Terry Pratchett und Douglas Adams beeindruckt und zu einem gewissen Grad auch in meinem eigenen Schaffen geprägt. Besonders Stephen King war meine „Einstiegsdroge“ in die Welt des Horrors. Deshalb dominieren die Werke dieser Herren mein Bücherregal. Aber wenn ich genauer hinschaue, kann ich einige großartige Bücher, geschrieben von Frauen, entdecken, allen voran die Vampirromane von Anne Rice, die Harry-Potter-Reihe von J. K. Rowling oder den sagenhaft gruseligen Roman „Winter People“ von Jennifer McMahon.

Schreibtrieb: Wie reagierst du selbst, wenn jemand sagt, dein Schreiben sei ja nur „Hobby“?

Jana Oltersdorff: Na ja, ich gebe den Leuten da oft sogar recht. In meinem Fall ist es tatsächlich so, dass ich das Schreiben nicht hauptberuflich betreibe und nicht davon leben muss – zum Glück. Ich habe mit dem Schreiben als Hobby begonnen, bis es sich so weiterentwickelt hat, dass ich es inzwischen als „semiprofessionelle Freizeitbeschäftigung“ bezeichne. Ich liebe es, ich möchte nicht mehr ohne sein und nehme es verdammt ernst damit. Und wer sagt, dass man ein Hobby nicht ernsthaft und wie ein Profi betreiben kann?

Schreibtrieb: Schreiben und alles andere vergessen, das kennst du bestimmt auch. Was passiert, wenn du beim Schreiben die Zeit vergisst?Weiterlesen