Ursula Poznanski – Elanus

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Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.

Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

Ursula Poznanski | Elanus
Loewe Verlag | 416 Seiten | 14,95 € |

Mein empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
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Sonja Kaiblinger – Verliebt in Serie 02 – Lilien und Luftschlösser

Sonja Kaiblinger ♣ Lilien und Luftschlösser
Loewe ♣ 320 Seiten ♣  14,95 € ♣ 5/5 Punkte
Nachdem Jasper Abby aus der Soap in die Realwelt gefolgt ist, gerät sie gewaltig in Erklärungsnot. Deborah tobt, Jasper ist ziemlich verwirrt, aber zugleich fasziniert von New York. Gerade als Abby überlegt, ob Jasper vielleicht doch ganz nett (oder sogar mehr als nett?) ist, kündigt sich auch schon der nächste Sprung in die Serie an. Dort plant Bösewicht DeWitt eine neue Intrige. Aber wieso will er die Ashworths um jeden Preis ruinieren? Mithilfe von Tante Gladys und Hausmädchen Clarissa kommt Abby einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur.
Für Ashworth‘ Erben Julian ein Happy End zu finden, ist gar nicht so leicht wie Abby sich das vorgestellt hatte. Denn immer und immer wieder kommen andere Probleme hinzu oder Figuren pfuschen ihr dazwischen. Und Jaspers Ausflug nach New York, all seine vielen Fragen, machen es ihr auch nicht gerade leichter. Irgendeinen Weg muss es doch geben. Was sie dabei aber nicht vergessen darf ist: Am Ende möchte sie in New York bleiben und nicht in der Serie…
Meine Meinung
Der zweite Teil von Verliebt in Serie setzt nahtlos an den ersten Teil an und Abby verstrickt sich selbst immer weiter in das Geschehen der Serie ein. Ihre Verkupplungsversuche für Julian scheinen nicht die gewünschte Wirkung zu haben, da sich Julian offensichtlich viel mehr für Abby interessiert, als ihr lieb ist. Und auch Julians jüngerer Bruder Jasper scheint doch nicht bloß das schwarze Schaf der Familie zu sein und wird Abby immer sympathischer. Doch dann wird die Familie bedroht und Abby begibt sich auf ein Abenteuer, das ihr noch gefährlich werden könnte.

Waren die Charaktere im ersten Teil noch sehr stereotypisch, so erreicht der zweite Teil hier bei einigen Charakteren eine Tiefe, die ich so niemald erwartet hätte. Gerade Jasper und Tante Gladys erscheinen mir immer mehr menschlicher und wuchsen mir ans Herz. Abby mit ihrer ausgeflippten Art, die sich durch die ganze Situation kämpft, kämpfte sich ebenfalls immer mehr in mein Leserherz.
Auch die Titel der beiden Bücher: Rosen und Seifenblasen, Lilien und Luftschlösser – erlangen hier jetzt noch mal eine ganz andere Bedeutung. Ich bin äußerst gespannt wie sich der dritte Teil hier einreihen wird.

Wie auch sonst vorm Fernseher bei einer Serie, lässt Sonja Kaiblinger den Leser mit den Charakteren mitfiebern. Man fragt sich immer: Wann erfahren die Charaktere das, was wir gerade in einer anderen Szene gelesen haben? Da ist es schon praktisch, wenn man daheim eine Schwester vorm Fernseher hat, die die aktuelle Folge aufnimmt!
Die Verwebungen von Abbys Leben in New York und dem in Ashworth Park werden auf wundersame Weise immer enger und bieten noch so viel Potenzial für den abschließenden Band. Ob wir dann wohl auch erfahren, mit wem sich Abbys Mutter trifft, und ob das überhaupt eine Bedeutung hat?

Fazit
Abermals konnte mich die Autorin mit ihrer noch so kitschigen Fortsetzung zum ersten Teil restlos überzeugen. Die Charaktere wirken noch toller vor der Serien-Kulisse als zuvor. Zudem wurde ein Spannungsbogen aufgebaut, auf dessen Ausgang im dritten Teil ich schon sehr, sehr gespannt bin.

Sonja Kaiblinger – Verliebt in Serie 01 – Rosen und Seifenblasen

Sonja Kaiblinger ♣ Rosen und Seifenblasen
Loewe ♣ 320 Seiten ♣  14,95 € ♣ 5/5 Punkte
Die 14-jährige Abby ist genervt: Ihre Schwester ist süchtig nach der kitschigen Seifenoper Ashworth Park. Abby und ihre Freundin Morgan können sich über die Geschichten rund um die englische Adelsfamilie Ashworth nur kaputtlachen.
Doch als Abby auf unerklärliche Weise selbst in der Serie landet, findet sie das Ganze nicht mehr so witzig. Tag für Tag zur selben Sendezeit beginnt sie zu flackern und findet sich kurz darauf in Ashworth Park wieder. Nun steht sie selbst im Zentrum von Intrigen, Liebschaften und Familiengeheimnissen. Und zu allem Übel verliebt sich Serienschönling Julian ausgerechnet in Abby. Das Chaos ist vorprogrammiert …

 

Neugierig gemacht auf dieses Buch hat mich die liebe Katja Wolke mit dem Hinweis: Da landet ein Mädchen in einer Serie, so ähnlich wie Downton Abbey. Kein Wunder, dass ich sofort Feuer und Flamme war, oder? Bereits die ersten Seiten fesselten mich, erinnerten mich daran wie sich die Szenen bei uns im Wohnzimmer abspielen, wenn ich Downton Abbey in den DVD-Player lege. Abby führt ein meisterliches Doppelleben zwischen New York und der TV-Serie auf den Kanalinseln. Doch während ihre Schwester am liebsten sofort die Rollen tauschen würde, möchte Abby den Serien-Fluch einfach nur beenden.
Meine Meinung

Trotz Stereotypischer Charaktere und einem Serien-Plot der platter und Klischeebesetzter nicht sein könnte, schafft es Autorin Sonja Kaiblinger es mit viel Witz den Leser bei Laune zu halten. Was für viele Mädchen ein Traum wäre, ist für die 14-jährige Abby der reinste Albtraum. Gelandet in einer Serie von völlig von sich überzeugten Charakteren, die in einer vermeintlich gehoben Sprache daher schwafeln, einem Protagonisten, der gerne ein großer Dichter wäre – Nein diese Serie war schon nichts für Abby, als sie diese von der Couch aus ertragen musste. Jetzt wo sie mitten drin steckt, weiß sie nicht mehr ein noch aus. Erst mit Hilfe ihrer großen Schwester Deborah und ihrer besten Freundin Morgan kommen sie dem Rätsel auf die Spur: Um der Serie ein Ende zu bereiten braucht es ein Happy End für den Helden der Geschichte. Doch der Traumprinz aller Zuschauer, Julian Ashworth, Schwarm von Deborah, möchte dann doch nicht so mitspielen, wie Abby sich das gern vorgestellt hätte.

Es ist schon eine verwirrende Situation: In der einen Sekunde streitet sich Abby noch mit ihrer Schwester vor dem Fernseher, in der nächsten taumelt sie über den Rasen der Familie Ashworth. Und sie kann wirklich nichts dagegen tun. Jeden Abend, pünktlich zur Sendezeit, egal wo sie sich gerade befindet. Und noch viel spannender ist die Tatsache, dass Abby und ihre Schwester wohl so ziemlich die einzigen zu sein scheinen, die den TV-Sender und die Serie empfangen. Genau seit der Fernsehtechniker an ihrer Antenne herumgedreht hat. Auch eine Google-Suche hilft den Schwestern nicht weiter. Denn offenbar gibt es weder den Sender, noch die Serie im Netz. Wirklich verzwickte Angelegenheit.

Fazit

Das Buch war lustig und hat mich immer wieder laut zum Lachen gebracht. Die Charaktere sind, abgesehen von Abby, ihrer Schwester und Morgan, eher stereotypisch, aber trotzdem nicht langweilig und doch immer irgendwie für eine Überraschung gut. Mit einer frechen und cleveren Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt!

Als Auftakt zur Trilogie hat mich Rosen und Seifenblasen absolut überzeugen können!

Ursula Poznanski – Erebos

Ursula Poznanski | Erebos
Loewe | 486 Seiten | 5/5 Punkte

 

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss alleine spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menchen umzubringen…
Ein paar kurze Worte zu den Figuren
Protagonist des Buches ist der Schüler Nick. Als Anfangs das Spiel in der Schule herumgereicht wird und seine Freunde sich merkwürdig benehmen, ihm aber nichts sagen ist er frustriert, bis er selbst von der Sucht nach Erebos angesteckt wird. Jede Figur im Buch führ sozusagen ein Doppelleben. Eines in der realen Welt, und eines in Erebos. Untereinander dürfen sich die Spieler allerdings nicht austauschen und auch in der Schule nicht verraten wer sie in Erebos sind.  So bleibt es Spekulation mit wem man sich im Spiel gerade unterhält.
Meine Meinung
Ganz kurz und knapp: Vielen Dank an  Lotta  , bei der ich dieses tolle Buch im Gewinnspiel gewonnen habe. Das Buch wurde von mir an einem Nachmittag in einem Zug gelesen und war wirklich jede seiner fast 500 Seiten Wert.
Erebos scheint ein Computerspiel zu sein, das denken kann. Er weiß was die Figuren auch außerhalb der Rollenspielwelt tun, wie sie heißen und wer mit wem wie verknüpft ist. Während den Spielern die Aufgaben als Belanglos erscheinen scheint das Spiel jedoch jeden Zug verfolgen und mitdenken zu können. Wie ist das möglich? Das ist die große Frage des Buches und die Spannung bis zum Finale lässt mit keiner Seite des Buches nach. So wie die Spieler das Spiel so interessiert verfolgen, so vertieft sich auch der Leser in dieses ganz wunderbar geschriebene Buch mit einer Thematik die uns allen mal einen Denkanstoß geben sollte.
Von mir gibt es die volle Punktzahl und damit  5 Punkte . Ein absolut lesenswertes Buch!