Delphine de Vigan – Dankbarkeiten

Das Buch wurde mir vom Verlag als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung. Für den Beitrag habe ich kein Geld erhalten.
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Dankbarkeiten ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich wusste nicht genau, worauf ich mich einlasse. Mehrere Kolleginnen hatten mir bereits zuvor Bücher von ihr ans Herz gelegt. Dankbarkeiten sollte also das Erste sein und es hat mich restlos begeistert.

Zu Beginn unserer Geschichte zieht Michka von ihrer Wohnung in ein Pflegeheim um. Sie kann nicht mehr alleine wohnen und ihre Ziehtochter und gute Freundin Marie kann sich nicht um sie kümmern. Den beiden fällt die Situation schwer. Das Pflegeheim ist der letzte Ausweg, sehr lange haben sie sich davor gedrückt. Doch als Michka fällt, haben sie keine Wahl mehr. Ihr fallen die Worte schwer, sie hat Alpträume und der Alltag wird zu einem großen Akt. Michka, einst sehr wortgewandt und gebildet hat Demenz. Ihr gehen die Worte und Gedanken verloren. Nur eine Sache bleibt ihr sehr deutlich im Gedächtnis: Sie möchte noch einmal „Danke“ sagen.Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 1.01. – Leni Wambach

(C) Jey Jones

 

#WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Leni Wambach mit ihrem Roman über Feuer und Wasser. Außerdem könnt ihr heute bei Eva auf Schreibtrieb Sonya Winterberg kennenlernen.

 

 

Schreibtrieb: Liebe Leni, willkommen beim #WirlesenFrauen Neujahrskalender. #WirlesenFrauen schafft Aufmerksamkeit für Autorinnen. Welche Autorin bewunderst du?

Leni Wambach: Einer meiner Lieblings-Autorinnen ist „Isabel Allende“. Sie erzählt nicht nur außergewöhnliche Geschichten, die einen zum Lachen, aber auch zum Weinen bringen, die Hauptrolle spielen auch immer starke Frauenfiguren, die sich gegen die Widrigkeiten der Welt, und manchmal auch gegen die Männer, durchsetzen müssen, um ihre Freiheit zu erlangen – oder zu behalten.

Schreibtrieb: Ich lese ihre Bücher auch sehr gerne. Hast du ein Patentrezept für Weihnachtsstimmung?

Leni Wambach: Ich komme immer dann in Weihnachtsstimmung, wenn wir zu Hause unsere typischen Rituale ausführen. Weihnachtslieder auf Geige und Klavier spielen, Plätzchen backen, Adventskranz basteln (da darf der Eierlikör nie fehlen …) und spätesten, wenn wir unter Prusten und „du machst das falsch, lass mich!“ den Weihnachtsbaum schmücken, bin ich vollends in Weihnachtsstimmung.

Schreibtrieb: Schreibst du nach (Zeit-)Plan?Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 28.12. – Laura Jäger

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Laura Jäger und ihre Lyrikhäppchen. Außerdem könnt ihr bei Eva auf Schreibtrieb heute Hilde Willes kennenlernen.

Schreibtrieb: Liebe Laura, was bedeutet Feminismus für dich?

Laura Jäger: Ich würde mich selbst nicht als Feministin bezeichnen. Stattdessen versuche ich, auf Gleichberechtigung und noch besser Gleichbefähigung hinarbeiten. Feminismus finde ich gut, solange er versucht Nachteile auszugleichen. Das finde ich, sollte auch die Bedeutung des Begriffs sein.

Schreibtrieb: Wie ist das Verhältnis Autorin/Autor in deinem Bücherregal?

Laura Jäger: Dafür müsste ich mein Bücherregal durchgehen. Ich achte nicht wirklich darauf, gleich viele Bücher von Frauen und Männern zu kaufen, und bei Pseudonymen weiß ich es oft gar nicht. Speziell in der Phantastik wende ich mich aber immer mehr von den bekannten männlichen Autoren ab, auch da diese oft schlechte Frauenbilder enthalten.

Schreibtrieb: Glaubst du, Männer schreiben anders als Frauen?

Laura Jäger: Nein, oft kann ich nicht sagen, ob das Buch von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurde. Bei Abgekürzten Namen oder offenen Pseudonymen lag ich mit Vermutungen schon oft falsch.Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 22.12. – Sophie Grassalber

(C) Lorena Viciconte

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Sophie Grossalber, die zur Zeit in Edinburgh studiert. Bei Eva auf Schreibtrieb lernt ihr heute Magret Kindermann und ihre Zombies kennen.

Schreibtrieb: Liebe Sophie, #WirlesenFrauen will mehr Aufmerksamkeit für Autorinnen schaffen. Wie sieht das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal aus?

Sophie Grossalber: Ich geh hier mal von meinem Bücherregal in Edinburgh aus, Zuhause in Österreich kann ich leider gerade nicht nachzählen. Da haben sich jetzt auch einige Unibücher dazu geschummelt. Aber das Verhältnis Autor/Autorin ist ca. 70:30 – eben weil die meisten Theoriebücher leider von Männern geschrieben wurden. Wenn wir nur die Romane zählen, wären wir bei knapp 50:50.

Schreibtrieb: Wie reagierst du, wenn jemand sagt, dein Schreiben sei ja nur „Hobby“?

Sophie Grossalber: Dann zeig ich ihnen meine Verträge und meine Bücher und sage klipp und klar: Das ist kein Hobby mehr, das ist der Anfang einer Wunschkarriere.

Schreibtrieb: Ich hoffe, dass du diesen Wunsch auch wirklich erfüllen kannst. Was muss sich ändern, damit Frauen im Literaturbetrieb gleichberechtigt behandelt werden?

Sophie Grossalber: Puh, einiges. Das Wichtigste – in meinen Augen – ist, dass die Menschen anfangen umzudenken. Speziell in der Phantastik gibt’s das Vorurteil, dass Frauen das nicht schreiben können, bzw. deutschsprachige Autorinnen viel schlechter sind als englischsprachige Autorinnen in denselben Genres (und die kennen die meisten auch nur, weil sie einen großen Preis gewonnen haben.). Im Verlagswesen selbst sind, speziell in den Bereichen Lektorat/Korrektorat/Übersetzung ohnehin schon mehr Frauen als Männer tätig – aber ohne eine treibende Kraft, die dahintersteht und diese Frauen sichtbar macht und vor allem dafür sorgt, dass Frauen das gleiche Gehalt kriegen wie ihre männlichen Kollegen, wird das nichts. Auch hier gilt eben wieder: es muss ein Umdenken in den Köpfen stattfinden. Bloß weil ich eine Frau bin, schreibe ich nicht schlechter oder bin schlechter im Übersetzen oder Lektorieren. Deswegen finde ich gerade solche Aktionen wie #WirLesenFrauen oder das Nornennetz so wichtig. Wir brauchen, um das Umdenken zu ermöglichen, mehr sichtbare Frauen in der Branche.

Schreibtrieb: Was ist dein Lieblingsgetränk für kalte Wintertage?Weiterlesen

Wir lesen Frauen – Adventskalender 18.12. – Susanne Eisele

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Susanne Eisele mit ihrer Hänsel und Gretel Adaption Kein Schnee im Hexenhaus. Bei Eva auf Schreibtrieb könnt ihr ihre Kollegin von der Märchenspinnerei Christina Löw mit ihrer Version des gestiefelten Katers treffen.

Schreibtrieb: Liebe Susanne, schön, dass du dabei bist. Sei mal ehrlich, wie ist das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal?

Susanne Eisele: Früher waren es eindeutig mehr Autoren. Bei den Neuerwerbungen würde ich schätzen, dass 80% der Bücher von Autorinnen sind. Irgendwann dürfte das Verhältnis dann ausgeglichen sein. Wobei meine Lieblingskrimis von Elizabeth George sind und mein „All-time-favourite“-Fantasybuch die Erdzauber-Trilogie von Patricia McKillip ist. Da haben also eindeutig die Frauen die Nase vorn.

Schreibtrieb: Yeah! Kannst du uns auch das Buch einer Autorin empfehlen?

Susanne Eisele: Eine Empfehlung ist sehr schwierig für mich, da es sehr viele sehr gute Autorinnen gibt. Wenn ich schon die Möglichkeit habe, möchte ich gerne eher unbekannte Autorinnen empfehlen. Thriller: Glasseelen von Tanja Meurer, High-Fantasy: Stern von Erui von Sylvia Rieß, Steam-Punk: Frost & Payne von Luzia Pfyhl.

Schreibtrieb: Das sind wirklich tolle Bücher! Schreibst du selbst nach (Zeit-)Plan?

Susanne Eisele: Zugegeben nein. Das ist für mich der Vorteil am Selfpublishing, ich habe keine Deadlines. Gut manchmal setze ich mir selbst welche, wenn ein Buch für eine bestimmte Messe fertig werden soll. In der Regel schreibe ich aber dann, wenn ich wirklich Zeit und Lust dazu habe, auch wenn es so etwas länger dauert, bis ein Buch fertig ist.

Schreibtrieb: Im Winter sitze ich gewohnheitsmäßig mehr vorm PC und nasche dabei auch das ein oder andere Plätzchen. Was ist deine liebste Winternascherei?

Susanne Eisele: Das sind ganz klar Spekulatius und Vanillekipferl.Weiterlesen